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Als Material wählte er "das schönste und edelste", den Marmor, der seiner Meinung nach "dem Künstler bey aller Mühe doch immer das meiste Vergnügen gewährt", wie er in einem Brief vom 22. April 1815 aus Rom berichtet. Der Wiener Bildhauer, der seine künstlerische Ausbildung in der Bossierabteilung der Wiener Porzellanmanufaktur erhielt, lebte von 1812 bis 1823 in der Ewigen Stadt; der Aufenthalt wurde ihm mittels eines Stipendiums ermöglicht. In Rom wurde er von dem hoch gefeierten Antonio Canova (1757–1822) betreut, wobei diese Betreuung nicht auf die handwerkliche Schulung beschränkt war: Die an klassischer Literatur und Stichwerken reiche Bibliothek des venezianischen Meisters stand dem Stipendiaten zum Studium jederzeit zur Verfügung. Schaller griff mit Vorliebe auf dieses Angebot zurück, vor allem solange das Studium der antiken Kunstschätze durch die von Napoleon veranlasste Deportierung der Hauptwerke nach Paris eingeschränkt war. Daneben pflegte er den Kontakt zu den Nazarenern ("Lukasbrüder"), die ihr Kunstideal in der deutschen und italienischen Malerei vor 1500 sahen, und zum dänischen Bildhauer Berthel Thorwaldsen, von dessen kühlen Klassizismus er sich besonders in den ersten Jahren angezogen fühlte. Das Vorbild des Dänen zeigt sich nach der Meinung von S. Krasa-Florian gerade in unserer Darstellung Amors. Sie weist auf Ähnlichkeiten sowohl in der Durchführung der Einzelheiten als auch in der genrehaften Erzählung zu dessen Amor triumphans vom Jahr 1814 (Thorwaldsen-Museum, Kopenhagen) hin. Seine eigene Auffassung von Körperlichkeit zeigt der Künstler allerdings in der Tektonik der Figur, die durch eine leichte Drehung der Körperachse an räumlicher Tiefe und zugleich an Vielansichtigkeit gewinnt – diese Tendenz zeigte Schaller auch schon bei seinem ersten Hauptwerk, dem Philoktet, den er noch in Wien in Blei goss (Österreichische Galerie, Inv.-Nr. 2287). An Canova erinnert darüber hinaus die Verwendung unterschiedlicher Materialien: Der Knabe hält einen Bogen aus vergoldeter Bronze in seiner Hand. Canova fühlte sich begeistert von der Buntheit der griechischen Skulpturen. Angeregt vor allem von Phidias, entstand 1896 seine Hebe (Neue Galerie Berlin), eine Skulptur aus Marmor, deren Hände Gefäße aus vergoldetem Metall halten. Obwohl die Verwendung verschiedener Materialien für eine Skulptur damals ungewöhnlich war, ist darin das Fortführen einer Tradition zu sehen, die besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine neue Blüte finden wird. — Literatur: Praz, M. (Hrsg.): L'opera completa del Canova, Mailand 1976; Krasa-Florian, S.: Johann Nepomuk Schaller, Wien 1977; Krasa-Florian, S.: Plastik, in: Klassizismus in Wien. Architektur und Plastik, Ausst. Kat. Historisches Museum, Wien u. Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1978 (Wechselausstellung der Österreichischen Galerie, 87), S. 73 ff. — [Sabine Grabner, in: Dies.: Romantik, Klassizismus, Biedermeier. In der Österreichischen Galerie Belvedere, 2. verb. Aufl. Wien 1997, S. 18–19]</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/2996/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/7401/full</schema:image><schema:name>Empress Maria Ludovica Beatrix, the Third Wife of Emperor Franz I of Austria</schema:name><schema:dateCreated>1814</schema:dateCreated><schema:creator>[Johann Nepomuk Schaller]</schema:creator><schema:creator>Johann Nepomuk Schaller</schema:creator><schema:artMedium>Carraramarmor</schema:artMedium><schema:description>Maria Ludovica Beatrix (1787–1816) war die dritte Gemahlin von Kaiser Franz I. von Österreich und zugleich dessen Cousine ersten Grades. Sie war die Tochter von Erzherzog Ferdinand, einem Bruder Kaiser Leopolds II. und von Maria Beatrix von Este.</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8089/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/14348/full</schema:image><schema:name>Philoctetes (Wounded Warrior)</schema:name><schema:dateCreated>1808/1809</schema:dateCreated><schema:creator>[Johann Nepomuk Schaller]</schema:creator><schema:creator>Johann Nepomuk Schaller</schema:creator><schema:artMedium>Lead</schema:artMedium><schema:description>A warrior, shown nude and bending forward. His weapons are amassed on the ground. He is Philoctetes, who was bitten by a snake on his way to Troy. His screams and the stench of his wound had become unbearable, causing the Greeks to abandon him. Philoctetes was left behind as the living dead. Schaller does not depict him in pain and anguish, however, but as a youthful and handsome hero. Even today, this small sculpture has the power to astonish. The artist created this major work of Neoclassicism when he was only thirty years old. He was adhering to the standards set by classical sculpture, most obviously the obligatory nudity and moderation—in other words the temperance of both positive and negative emotions.</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8087/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/9300/full</schema:image><schema:name>Emperor Leopold II</schema:name><schema:dateCreated>1792</schema:dateCreated><schema:creator>[Karl Georg Merville]</schema:creator><schema:creator>Karl Georg Merville</schema:creator><schema:artMedium>Cast brass and bronze, patinated</schema:artMedium><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/4752/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/9260/full</schema:image><schema:name>Commerce</schema:name><schema:dateCreated>1783</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Anton Zauner]</schema:creator><schema:creator>Franz Anton Zauner</schema:creator><schema:artMedium>Plaster, patinated red</schema:artMedium><schema:description>Modell für eine Giebelfigur des Palais Fries (heute Palais Pallavicini) am Josefsplatz in Wien.</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8093/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/9261/full</schema:image><schema:name>Freedom</schema:name><schema:dateCreated>1783</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Anton Zauner]</schema:creator><schema:creator>Franz Anton Zauner</schema:creator><schema:artMedium>Plaster, patinated red</schema:artMedium><schema:description>Modell für eine Giebelfigur des Palais Fries (heute Palais Pallavicini) am Josefsplatz in Wien.</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8094/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/16562/full</schema:image><schema:name>Hagar and Ishmael</schema:name><schema:dateCreated>c. 1780</schema:dateCreated><schema:creator>[Johann Martin Fischer]</schema:creator><schema:creator>Johann Martin Fischer</schema:creator><schema:artMedium>Cast lead</schema:artMedium><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8599/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/101434/full</schema:image><schema:name>Perseus and Andromeda</schema:name><schema:dateCreated>1777</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Anton Zauner]</schema:creator><schema:creator>Franz Anton Zauner</schema:creator><schema:artMedium>Plaster, tinted</schema:artMedium><schema:description>Franz Anton Zauner created Perseus and Andromeda, a small sculptural group depicting a mythological scene, in Rome, where he studied ancient antiquities as well as the works of Michelangelo and Raphael. The sculptor captures the moment when Andromeda, as if in a daze, steps away from the rock to which she had been chained, while Perseus stands at her side, offering his support. The monster he has just slain appears beneath the rock on the left. Zauner’s turn toward the ideal of the human form in classical antiquity indicates that his work stands at the transition from Baroque to Neoclassicism. Zauner headed the sculpture class at the Academy of Fine Arts and served as its director from 1806 to 1815. During this period, the institution became one of the most important art academies in Europe.</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/775/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/101483/full</schema:image><schema:name>Pygmalion Embraces the Female Statue of His Creation as It Awakens</schema:name><schema:dateCreated>1771</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Zächerle]</schema:creator><schema:creator>Franz Zächerle</schema:creator><schema:artMedium>Tin-lead alloy</schema:artMedium><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/8843/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement></schema:ItemList></rdf:RDF>