{"object":[{"sourceId":{"label":"Source ID","value":"1952"},"invno":{"label":"Inventory number","value":"3155"},"description":{"label":"Description","value":"Der hier Porträtierte hält mit der linken, stark gelängt und verzerrt erscheinenden Hand eine mit Blättern gefüllte Mappe, während er mit der rechten, die ebenso expressiv wirkt und einen Griffel fasst, auf das Porträt eines Jünglings weist. Die Details \u2013 wie die Figur im Hintergrund \u2013 erscheinen hier jedoch verschwommen und kaum lesbar. Abhilfe schafft diesbezüglich jedoch der Blick auf ein anderes Gemälde \u2013 das Porträt des Jakob Matthias Schmutzer (Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien), gemalt von Franz Messmer und Jacob Kohl im Jahre 1767. Unser Künstlerbildnis geht in der kompositorischen Anlage auf dieses zurück, was bereits Haberditzl und \u2013 unabhängig von ihm \u2013 Maser bemerkt haben. Dadurch existiert auch ein Anhaltspunkt für die Datierung. \u2014 Im Jahr 1903 wurde dieses faszinierende Gemälde als Selbstporträt Maulbertschs auf der 182. Kunst-Auction von C. J. Wawra in Wien versteigert; 1930 gelangte es durch Ankauf in den Besitz der Österreichischen Galerie Belvedere. Durch Jahrzehnte wurden weder die Identität des Dargestellten noch die Zuschreibung an Maulbertsch angezweifelt. Edward Maser jedoch initiierte bereits 1971 und besonders 1985 \u2013 nach der Entdeckung des Frühen Selbstbildnisses (Inv.-Nr. Lg 1160) \u2013 eine kritischere Sicht gegenüber diesem späteren Gemälde. Die Gesichtszüge des hier Dargestellten decken sich jedenfalls nicht mit jenen der tatsächlichen Porträts und Selbstporträts von Franz Anton Maulbertsch. \u2014 Nunmehr hat dieses trotz all der offenen Fragen ein Hauptwerk der österreichischen Barockkunst darstellende Bildnis wohl als eines der größten Rätsel in der Maulbertsch-Forschung zu gelten. Monika Dachs-Nickel hat vorgeschlagen, dass es sich hierbei um ein Selbstbildnis von Johann Bergl handelt, doch auch andere Maler sind nicht ganz außer Acht zu lassen. Die Kenntnis des Schmutzer-Porträts, aber auch der \"antiklassische\" Stil legen auf jeden Fall nahe, dass der Maler des Künstlerbildnisses im Umkreis der Wiener Akademie zu suchen ist. Vielleicht war es tatsächlich Maulbertsch, der dieses beeindruckende Bildnis geschaffen hat. \u2014 [Georg Lechner, 9/2009]"},"medium":{"label":"Medium","value":"Oil on canvas"},"onview":{"label":"On View","value":"0"},"media":{"label":"Media","value":["https://sammlungtest.belvedere.at/internal/media/dispatcher/132211/full"]},"title":{"label":"Title","value":"Artist's Portrait (so-called Self-Portrait)"},"classification":{"label":"Genre","value":"Painting"},"primaryMedia":{"label":"PrimaryMedia","value":"https://sammlungtest.belvedere.at/internal/media/dispatcher/132211/full"},"displayDate":{"label":"Date","value":"c. 1767"},"id":{"label":"Id","value":"10661638"},"iiifManifest":{"value":"https://sammlungtest.belvedere.at/apis/iiif/presentation/v2/1-objects-1952/manifest"},"dimensions":{"label":"Dimensions","value":"119 x 93 cm"}}]}