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<object xmlns:xs="//www.w3.org/2001/XMLSchema"><NoAIdisclaimer>[PLATZHALTERTEXT]Vervielfältigungen eines Werkes dieser Webseite für Text- und Data-Mining und damit insbesondere für das Training einer Künstlichen Intelligenz bleibt ausdrücklich vorbehalten (§ 42h Abs 6 UrhG).</NoAIdisclaimer><field label="PrimaryMedia" name="primaryMedia"><value>/internal/media/dispatcher/4107/full</value></field><field label="Title" name="title"><value>The Virtuoso Pianist Gottlieb Christian Füger, the Artist¹s Brother</value></field><field label="Date" name="displayDate"><value>1788-1789</value></field><field label="Dimensions" name="dimensions"><value>114 x 89 cm</value></field><field label="Medium" name="medium"><value>Oil on canvas</value></field><field label="Credit Line" name="creditline"><value>2009 Leihgabe der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien</value></field><field label="Inventory number" name="invno"><value>Lg 49</value></field><field label="On View" name="onview"><value>0</value></field><field label="Description" name="description"><value>Beim Dargestellten handelt es sich um den zwei Jahre älteren Bruder des Malers (1749-um 1790), der entsprechend den Aufzeichnungen im Stadtarchiv von Heilbronn ein sehr bewegtes Leben führte. Zunächst, ab 1767, hatte er Theologie in Halle studiert, denn ursprünglich sollte er den Spuren des Vaters Josef Gabriel Füger (1715-1793) folgen, der seit 1747 als Pfarrer in Heilbronn wirkte. Sehr bald aber wechselte er über zu Chemie und Physik und konzentrierte sein Interesse verstärkt aufs Klavierspiel. Sehr ähnlich war übrigens auch der Werdegang von Friedrich Heinrich, der auf Wunsch des Vaters hätte Jus studieren sollen und sich bald ausschließlich der Malerei zuwandte. Das Doppelporträt en miniature, das die beiden Füger-Brüder zeigt und 1768 in Halle entstanden ist (Gemäldegalerie - Staatliche Museen zu Berlin, Inv.-Nr. A.I.932), kann als Manifest verstanden werden, das die wahre Neigung der Dargestellten erklären soll, denn Gottlieb Christian ist am Klavier spielend dargestellt, Friedrich Heinrich hat sich mit dem Kreidestift in der Hand als Künstler festgehalten. Gottlieb Christian scheint jedoch nicht von der Musik gelebt zu haben, obwohl ihm vom Komponisten und Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) bestätigt wurde, er habe "alle Anlagen zu einem starken, kühnen Flügelspieler". Vielmehr beschritt Füger den Weg der Wissenschaft und bestritt seinen Lebensunterhalt mit der Chemie, allerdings auf dubiose Weise, wie es heißt. So trugen ihm seine Versuche, Erze für eine "künstliche Kobolt-Komposition" zu bearbeitet und sich in der "Farb- und Silberlaborirung" zu versuchen bald den Ruf ein, Alchimist zu sein. Außerdem kursierte das Gerücht, er habe im Namen des "hohen Ordens der Rosenkreuzer" eine Gesellschaft gegründet, deren Aufnahmegebühren ihm ein Einkommen verschaffen sollten. Die Anschuldigungen waren am Höhepunkt, als das vorliegende Porträt entstanden ist und dürften auch dem Maler Füger nicht verborgen geblieben sein, zumal er sich damals mehrere Monate hindurch in Heilbronn aufgehalten hat. Wann genau Gottlieb Christian Füger gestorben ist, ist ungewiss. Die Sterbeeintragung des Vaters Josef Gabriel vom 10. März 1793 verzeichnet, dass er damals bereits seit einigen Jahren tot gewesen ist. — Quelle: Stadtarchiv Heilbronn. — [Sabine Grabner, in: Aufgeklärt Bürgerlich. Porträts von Gainsborough bis Waldmüller 1750-1840, hrsg. v. Sabine Grabner u. Michael Krapf, Ausst. Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien 25.10.2006-18.2.2007, München 2006, S. 190-191]

</value></field><field label="Genre" name="classification"><value>Painting</value></field><field label="Id" name="id"><value>10196644</value></field><field label="Source ID" name="sourceId"><value>8830</value></field><field name="iiifManifest"><value>https://sammlungtest.belvedere.at/apis/iiif/presentation/v2/1-objects-8830/manifest</value></field></object>