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Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1862 im Wiener Vorort Baumgarten als ältester Sohn des Graveurs Ernst Klimt sen. und der Anna Klimt (geb. Finster) geboren. Die Familie mit insgesamt sieben Kindern lebte in ärmlichen Verhältnissen. Nach Abschluss der Volks- und Bürgerschule studierte Klimt ab 1876 Zeichnen und von 1878 bis 1883 Malerei an der Wiener Kunstgewerbeschule. Schon während des Studiums gründete er mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch eine Arbeitsgemeinschaft („Künstler-Compagnie“), die sich auf die Ausführung großer Dekorationsaufträge in historistischen Stilen spezialisierte. Für die Deckengemälde in den Stiegenhäusern des Burgtheaters (1886–88) wurden die drei Maler mit dem Goldenen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Die plötzlichen Todesfälle des Vaters und des Bruders Ernst im Jahr 1892 stürzten Klimt in eine schwere Krise, auch die Arbeits- und Ateliergemeinschaft mit Matsch begann sich zu lösen. 1894 scheiterte eine Berufung zum Professor an der Wiener Akademie. Zugleich bewirkten erste Kontakte zu Werken des Impressionismus und Symbolismus einen Stilwandel zum Modernismus. 1894 erhielten Klimt und Matsch den Auftrag, große Deckenbilder für den Festsaal der Universität Wien zu entwerfen. 1897 war Klimt Gründungsmitglied und erster Präsident der Wiener Secession. Ab 1898 verbrachte er jährliche Sommerurlaube im Salzkammergut mit der Familie seiner Freundin Emilie Flöge, während derer er sich mit Landschaftsmalerei beschäftigte. Im Frühling 1899 reiste Klimt nach Italien, wo er unter anderem Venedig und Florenz besuchte. Die Ausstellung des ersten „Fakultätsbildes“ für die Universität, Die Philosophie, führte im Frühling 1900 zu heftigen öffentlichen Kontroversen. Im Sommer wurde das Bild auf der Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ab 1900 entwickelte Klimt eine immer radikalere Formensprache, die sich durch die Verwendung von Blattmetallen und flächigen Ornamentformen auszeichnete. Zu den Hauptwerken dieser als „Goldene Periode“ bezeichneten Schaffensphase zählen Judith (1901), der Beethovenfries (1901/02), Freundinnen (Wasserschlangen I) (1904–07), Adele Bloch-Bauer I (1907), Der Kuss (Liebespaar) (1907–09) und der Stocletfries (1911/12). 1903 reiste Klimt nach Venedig und Ravenna. Im Jahr 1905 trat Klimt nach einem Richtungsstreit mit seinen Anhängern aus der Secession aus. Auf der Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Berlin im selben Jahr erhielt Klimt einen eigenen Raum und gewann den Villa-Romana-Preis. 1908 organisierte Klimt in Wien mit seinen Freunden die Kunstschau und 1909 die Internationale Kunstschau. Infolge einer Reise nach Paris im Herbst 1909 wandte sich Klimt von der Verwendung von Blattmetall ab und entwickelte einen von chinesischer und expressionistischer Kunst inspirierten farbintensiven Stil. Als Hauptwerke entstanden Tod und Leben (1910–16), Adele Bloch-Bauer II (1912) und Die Braut (1917–18, unvollendet). Am 11. Januar 1918 erlitt Klimt einen schweren Schlaganfall und starb in der Folge am 6. Februar 1918 an einer Lungenentzündung.

[Literatur: Mona Horncastle / Alfred Weidinger, Gustav Klimt. Die Biografie, Wien 2018.]</schema:description><schema:nationality>Österreich</schema:nationality><schema:image>/internal/media/dispatcher/140353/full</schema:image><schema:birthDate>1862</schema:birthDate><schema:deathDate>1918</schema:deathDate><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/people/1064/rdf</schema:url></schema:Person></rdf:RDF>