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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:ItemList><schema:numberOfItems>2</schema:numberOfItems><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/53744/full</schema:image><schema:name>Gloria II</schema:name><schema:dateCreated>2013</schema:dateCreated><schema:creator>[Gerold Tusch]</schema:creator><schema:creator>Gerold Tusch</schema:creator><schema:artMedium>Enameled ceramic, aluminum leaf layer mounted on fiberboard</schema:artMedium><schema:description>Der Künstler Gerold Tusch hat den Zugang zur Empore der Schlosskapelle als zweiten Schauplatz seiner Intervention im Oberen Belvedere gewählt und die umliegende Wand mit einem großflächigen silberfarbigen Wolkenobjekt versehen. Die Arbeit „Gloria II“ steht in Verbindung zu den Wolkenmotiven des Altarbildes von Francesco Solimena sowie des Deckengemäldes der Kapelle von Carlo Innocenzo Carlone. Mit dem Sujet der Wolke greift der Künstler gezielt ein bedeutendes Element der Barockmalerei und Skulptur auf. Im Kontext der Darstellung der Apotheose, der Überwindung des irdischen Lebens und der Aufnahme in den transzendenten Raum, nimmt die Wolke eine zentrale Rolle ein und symbolisiert den heiligen Raum des Göttlichen. Als konkrete Visualisierung des Himmels verleiht sie einem abstrakten Thema Anschaulichkeit. Durch Tuschs Zitat der Wolke in unmittelbarer Nähe zum himmlischen Raum der Kapelle wird sie zu dessen zeitgemäßer Entsprechung und Erweiterung. Mit dem Titel „Gloria“, der lateinischen Bezeichnung für Ruhm, verweist der Künstler zudem auf einen Hintergrund der Prachtentfaltung barocker Kirchen, die der Glorifizierung Gottes dienen und sein Reich auf Erden repräsentieren sollten. — [Véronique Aichner, 3/2013]</schema:description><schema:artForm>Object art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/35276/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/52616/full</schema:image><schema:name>The Three Gorgons (Medusa, Stheno and Euryale)</schema:name><schema:dateCreated>2013</schema:dateCreated><schema:creator>[Gerold Tusch]</schema:creator><schema:creator>Gerold Tusch</schema:creator><schema:artMedium>Enameled ceramic</schema:artMedium><schema:description>Für seine Intervention im Oberen Belvedere hat sich der Künstler Gerold Tusch intensiv mit dem Formenrepertoire barocker Bauplastik auseinandergesetzt und unterzieht tradierte Formen aus dem Bereich des Dekors, die im Dienste der Repräsentation und Glorifizierung stehen, einer Neuverhandlung. Tusch greift die im Barock häufig zu repräsentativen Zwecken eingesetzte Prunkvase auf und lässt aus einem untergeordneten, zierenden Nebenprodukt eine selbstständige Protagonistin werden. Er nennt die für die Prunkstiege entstandenen Vasenobjekte schlicht „Die drei Gorgonen“. Das Thema der Gorgonen lässt eine inhaltliche Einschreibung zur thematischen Ausrichtung der Prunkstiege zu, welche dem antiken Feldherren Alexander des Großen gewidmet ist. So kam im Hellenismus die Überlieferung auf, dass die Gorgone ursprünglich die Schwester Alexander des Großen war. Als im Meer lebende Nixe, würde sie die Frage ob Alexander noch lebt an die Besatzung jedes vorbeikommenden Schiffes richten. Nur die Antwort „Er lebt und herrscht als König!“ würde die Seeleute davor bewahren in die Tiefen gerissen zu werden. — Zur Zeit des Erbauers des Schlosses Prinz Eugen war die Prunkstiege zentraler Schauplatz des Empfangszeremonielles. Die üppige Bauplastik der Prunkstiege verdeutlicht nur zu gut den Stellenwert ihrer Repräsentationsaufgabe im Dienste der totalen Selbstinszenierung des Schlossherren, der sich tatsächlich als zweiter Alexander der Große verstand. Für die gestalterische Umsetzung der drei Gorgonen folgt Tusch mit den Schriften Hesiods einer Quelle, die von drei Gorgonen spricht, und wählt die Dreizahl für die skulpturalen Ausarbeitungen der Gorgonenvasen, was einen spannenden Bruch in der Symmetrie der barocken Anlage zur Folge hat. Der Künstler lässt eine klare Zuordnung der Medusa zu: die einzig sterbliche der drei Gorgonen befindet sich alleinstehend in der linken Nische. Während sich die anderen beiden, der Mythologie folgend also Stheno und Euryale, die rechte teilen. Ein herausgebrochenes Fragment der Medusenvase lässt sich als Verweis auf ihre Sterblichkeit lesen. Der Künstler lässt seine Prunkvasen eine nahezu organische Verwandlung erleben. Aus den Vasen quellen und wuchern schlangenartige Formationen, die klar eine Assoziation zu den Schlangenhäuptern der Gorgonen hervorrufen. — [Véronique Aichner, 3/2013]
</schema:description><schema:artForm>Object art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/39663/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement></schema:ItemList></rdf:RDF>