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So beschäftigte sie sich fast ein Jahrzehnt lang und nahezu ausschließlich mit gesellschaftlich tabuisierten Themen wie Schmerz, Sex oder Tod. Es ist das menschliche Individuum, dem Harsieber ihre alleinige Aufmerksamkeit schenkt – in all seiner Verletzlichkeit, die die Fotografin in ihrem Schaffen, das einem Panoptikum der Gefühle gleicht, zu veranschaulichen sucht. Harsiebers Werk ist von ihrem unprätentiösen ästhetischen Empfinden geprägt. — Seit 2004 porträtiert Heidi Harsieber Künstler und ihre Partner. Bruno &amp; Christine Gironcoli, Günter &amp; Ana Brus, Hermann &amp; Rita Nitsch, Peter Weibel &amp; Susanne Widl, Erwin Wurm &amp; Elise Mougin sowie Franz West &amp; Tamuna Sirbiladze sind nur einige Beispiele aus der inzwischen zu beachtlichem Umfang angewachsenen Porträtreihe. In der Fotografie ist die Idee der Ablichtung von Künstlern mit ihren Lebenspartnern ab etwa 1900 nachweisbar. Zu den frühesten und zugleich bekanntesten Beispielen zählt etwa die 1908 entstandene Porträtreihe von Gustav Klimt und Emilie Flöge am Attersee. Spätere Ikonen der Fotografie zeigen etwa Salvador Dalí mit seiner Ehefrau Gala, Frida Kahlo und Diego Rivera, Pablo Picasso und Jacqueline sowie John Lennon und Yoko Ono. — Künstler sind es in der Regel gewohnt, sich abbilden zu lassen, ob in Form eines geblitzten Schnappschusses anlässlich einer Ausstellungseröffnung oder im sterilen Studio für eine Reportage in einem Hochglanzmagazin. Nur selten kommt dabei dem Lebenspartner eine tragende Rolle zu. Der Künstler agiert im Bildfeld der Kamera allein und ohne von seinem Ego ablenkender Staffage. So gesehen mag es für den einen oder anderen Lebenspartner durchaus ungewöhnlich sein, sich vor der Kamera auf eine Empfindungsebene zu begeben und intime Einblicke in das von der Öffentlichkeit zumeist verborgene Privatleben preiszugeben. Körperliche Begegnung, kontemplatives Nebeneinander, sinnliches Anlehnen, zärtliche Berührung, nichts bleibt dem Wahrnehmungsempfinden der sensiblen Fotografin verborgen. Und irgendwie schafft sie es dabei, ähnlich wie die Fotografin Eve Arnold in die Aura der porträtierten Menschen einzudringen, ohne diese zu verletzen. Harsieber benötigt weder ein spektakuläres Umfeld noch ein inszeniertes Setting. Ihre Motive posieren nicht. Sie genügen sich selbst und erlauben der Fotografin für einen kurzen Moment einen Blick auf das Wesen ihrer Beziehung. Die für die Künstlerin so charakteristische Sprache der Sinnlichkeit wird in den im Belvedere ausgestellten und in diesem Buch veröffentlichten Beziehungsporträts vor allem um die Dimension der erzählerischen Stille bereichert. Darin ist Heidi Harsieber eine Meisterin. — [aus: Agnes Husslein-Arco, in: Österreichische Galerie Belvedere (Hrsg.), Heidi Harsieber – Einblicke – Künstler und ihre Partner, Wien, 2014, S. 4–5]</schema:description><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/53772/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/84367/full</schema:image><schema:name>Franz Graf und Claudia Schumann</schema:name><schema:dateCreated>2012</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Heidi Harsieber]</schema:creator><schema:creator>Heidi Harsieber</schema:creator><schema:artMedium>C-print</schema:artMedium><schema:description>In ihren fotografischen Projekten beschäftigt sich Heidi Harsieber vornehmlich mit ihren Gefühlen, sie beobachtet (immer wieder auch sich selbst) und will persönliche Aussagen tätigen. So beschäftigte sie sich fast ein Jahrzehnt lang und nahezu ausschließlich mit gesellschaftlich tabuisierten Themen wie Schmerz, Sex oder Tod. Es ist das menschliche Individuum, dem Harsieber ihre alleinige Aufmerksamkeit schenkt – in all seiner Verletzlichkeit, die die Fotografin in ihrem Schaffen, das einem Panoptikum der Gefühle gleicht, zu veranschaulichen sucht. Harsiebers Werk ist von ihrem unprätentiösen ästhetischen Empfinden geprägt. — Seit 2004 porträtiert Heidi Harsieber Künstler und ihre Partner. Bruno &amp; Christine Gironcoli, Günter &amp; Ana Brus, Hermann &amp; Rita Nitsch, Peter Weibel &amp; Susanne Widl, Erwin Wurm &amp; Elise Mougin sowie Franz West &amp; Tamuna Sirbiladze sind nur einige Beispiele aus der inzwischen zu beachtlichem Umfang angewachsenen Porträtreihe. In der Fotografie ist die Idee der Ablichtung von Künstlern mit ihren Lebenspartnern ab etwa 1900 nachweisbar. Zu den frühesten und zugleich bekanntesten Beispielen zählt etwa die 1908 entstandene Porträtreihe von Gustav Klimt und Emilie Flöge am Attersee. Spätere Ikonen der Fotografie zeigen etwa Salvador Dalí mit seiner Ehefrau Gala, Frida Kahlo und Diego Rivera, Pablo Picasso und Jacqueline sowie John Lennon und Yoko Ono. — Künstler sind es in der Regel gewohnt, sich abbilden zu lassen, ob in Form eines geblitzten Schnappschusses anlässlich einer Ausstellungseröffnung oder im sterilen Studio für eine Reportage in einem Hochglanzmagazin. Nur selten kommt dabei dem Lebenspartner eine tragende Rolle zu. Der Künstler agiert im Bildfeld der Kamera allein und ohne von seinem Ego ablenkender Staffage. So gesehen mag es für den einen oder anderen Lebenspartner durchaus ungewöhnlich sein, sich vor der Kamera auf eine Empfindungsebene zu begeben und intime Einblicke in das von der Öffentlichkeit zumeist verborgene Privatleben preiszugeben. Körperliche Begegnung, kontemplatives Nebeneinander, sinnliches Anlehnen, zärtliche Berührung, nichts bleibt dem Wahrnehmungsempfinden der sensiblen Fotografin verborgen. Und irgendwie schafft sie es dabei, ähnlich wie die Fotografin Eve Arnold in die Aura der porträtierten Menschen einzudringen, ohne diese zu verletzen. Harsieber benötigt weder ein spektakuläres Umfeld noch ein inszeniertes Setting. Ihre Motive posieren nicht. Sie genügen sich selbst und erlauben der Fotografin für einen kurzen Moment einen Blick auf das Wesen ihrer Beziehung. Die für die Künstlerin so charakteristische Sprache der Sinnlichkeit wird in den im Belvedere ausgestellten und in diesem Buch veröffentlichten Beziehungsporträts vor allem um die Dimension der erzählerischen Stille bereichert. Darin ist Heidi Harsieber eine Meisterin. — [aus: Agnes Husslein-Arco, in: Österreichische Galerie Belvedere (Hrsg.), Heidi Harsieber – Einblicke – Künstler und ihre Partner, Wien, 2014, S. 4–5]</schema:description><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/62280/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/27295/full</schema:image><schema:name>SLE (sleep)</schema:name><schema:dateCreated>2010</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Graphite and acrylic on canvas</schema:artMedium><schema:artForm>Painting</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/18550/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/66946/full</schema:image><schema:name>Inn ess</schema:name><schema:dateCreated>2010</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Graphite and india ink on canvas</schema:artMedium><schema:artForm>Painting</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/49374/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142938/full</schema:image><schema:name>Iceland Air Box</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Zenita Komad, Nikos Arvanitis, Fatima Bornemissza, Anastasia Douka, Magnus Arnason, Franz Pomassl, Judith Gruber, Andreas Kunzmann]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Mixed media, 7 compact discs, 2 LPs, 2 VHS tapes, 2 photographs, Bic pen</schema:artMedium><schema:artForm>Conceptual art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/26722/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142916/full</schema:image><schema:name>Black / White</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Vinyl</schema:artMedium><schema:artForm>Conceptual art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/91203/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142919/full</schema:image><schema:name>Red Photo</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>color photography, adhesive tape</schema:artMedium><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/91204/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142921/full</schema:image><schema:name>1998</schema:name><schema:dateCreated>1998</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Gilbert Bretterbauer]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Audio-CD with 15 tracks</schema:artMedium><schema:artForm>Conceptual art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/91206/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142920/full</schema:image><schema:name>111996</schema:name><schema:dateCreated>1996</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>Audio-CD with 22 tracks</schema:artMedium><schema:artForm>Conceptual art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/91205/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/142855/full</schema:image><schema:name>Untitled</schema:name><schema:dateCreated>1990–1993</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf]</schema:creator><schema:creator>Franz Graf</schema:creator><schema:artMedium>India ink, graphite on tracing paper between glass</schema:artMedium><schema:description>Nach Lehrjahren bei Oswald Oberhuber Mitte bis Ende der 1970er-Jahre arbeitet Franz Graf bis 1984 mit Brigitte Kowanz im Dunstkreis des Neo-Geo. In den darauffolgenden Jahren entwickelt er eine eigene Bildsprache, die zwar noch sehr reduziert ist, aber schon als „expressive Geometrie“ bezeichnet wird. Aus der Beschäftigung mit der Grundeigenheit der Zeichnung – dem dunklen Strich auf hellem Grund – erarbeitet er ein Vokabular, das im Wesentlichen auf dem Gegeneinandersetzen von Kontrasten basiert. Geometrische Formen und ornamentalisierende Symbole dominieren seine Werke, die ab Ende der 1980er-Jahre zunehmend an Körperlichkeit gewinnen. Zeitgleich erweitert er sein technisches Spektrum. Neben Trägermaterialien wie Transparentpapier kommt der spezifischen Rahmung und der installativen Integration in den Raum immer mehr Augenmerk zu. 
Bei der Arbeit "Ohne Titel" kommen sowohl Transparentpapier als auch eine charakteristische Rahmung zum Einsatz. Motivisch basiert das vielteilige Werk im Wesentlichen auf Kreisformen, die wie Mandalas bzw. Meditationsobjekte wirken, die einen inneren Prozess darlegen. — [Severin Dünser, 4/2016]</schema:description><schema:artForm>Drawing art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/9563/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/96687/full</schema:image><schema:name>Franz Graf und Rosemarie Schwarzwälder</schema:name><schema:dateCreated>1983–1989</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Rudi Molacek]</schema:creator><schema:creator>Rudi Molacek</schema:creator><schema:artMedium>Fotografie auf Kodak Kodabromid G Paper 1988/89</schema:artMedium><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/73969/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/96689/full</schema:image><schema:name>Franz Graf</schema:name><schema:dateCreated>1983–1989</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Rudi Molacek]</schema:creator><schema:creator>Rudi Molacek</schema:creator><schema:artMedium>Fotografie auf Kodak Kodabromid G Paper 1988/89</schema:artMedium><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/73972/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/163818/full</schema:image><schema:name>Balance des Auges am Horizont - Die Aura vom Pferd im geblendeten Aug</schema:name><schema:dateCreated>1981</schema:dateCreated><schema:creator>[Franz Graf, Brigitte Kowanz]</schema:creator><schema:creator>Brigitte Kowanz</schema:creator><schema:artMedium>Fluoreszierende Siebdruckfarbe und Zinksulfid auf Transparentpapier, Überzug aus Capaplex</schema:artMedium><schema:description>
Light—understood both as a material with specific physical properties and as a complex of themes—forms a central component of Brigitte Kowanz’s artistic practice. From 1979 to 1984, Kowanz collaborated on a series of works with her then partner, artist Franz Graf, which brought together painting, drawing, language, and spatial concepts. Their shared interest in expanding traditional visual media into space, as well as in perception and communication, is reflected in the double-sided Balance of the Eye on the Horizon—The Horse’s Aura in the Dazzled Eye. In this work on paper, which was conceived as part of a spatial installation, Kowanz and Graf used fluorescent colors that glow under ultraviolet light. The immediate poetic effect is combined with a conceptual interest—already suggested in the title— in light-related phenomena of perception.</schema:description><schema:artForm>Drawing art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/106433/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement></schema:ItemList></rdf:RDF>