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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:ItemList><schema:numberOfItems>4</schema:numberOfItems><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/46761/full</schema:image><schema:name>[Entropy]</schema:name><schema:dateCreated>2012</schema:dateCreated><schema:creator>[Nadim Vardag, Michael Franz]</schema:creator><schema:creator>Nadim Vardag</schema:creator><schema:artMedium>Video, b&amp;w, sound, HD, 12 min (looped), duraclear print on acrylic glass, 4 wooden benches (MDF), 1 shelf (MDF)</schema:artMedium><schema:description>Leute treffen auf einer Wohnungsparty aufeinander. Sie sind schon lange hier, wahrscheinlich seit Tagen. Sie trinken, rauchen, tanzen und reden miteinander, aber irgendwie auch ganz autistisch jede/r für sich. Die Party ist ein geschlossenes System mit eigener Dynamik und eigenen Gesetzen. Die Dialoge der Protagonistinnen und Protagonisten kreisen um Musiktheorie und Kunstkritik und treffen auf Ausführungen zu Thermodynamik und Entropie, die eine Stimme aus dem Off dazwischen einstreut. Die Gespräche sind hochtrabend, wirken jedoch konstruiert und phrasenhaft und lassen die Narration des Films von Michael Franz und Nadim Vardag immer wieder ins Leere laufen. Die Worthülsen sind nämlich aus diversen pop- bis kulturtheoretischen Texten übernommen worden, im Film sind sie fragmentiert und aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen gerissen. Getragen von Technomusik, die genauso wie die Gespräche in ihrer Struktur auf Kulturtechniken der Aneignung basiert, zeichnet der Film das Bild einer Atmosphäre im Kulturbetrieb, in der durch ständiges Rotieren von Inhalten in einem geschlossenen Kreislauf die langsame Sinnentleerung und damit der Stillstand drohen. — [Severin Dünser, 4/2017]</schema:description><schema:artForm>Film/video art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/35152/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/25043/full</schema:image><schema:name>Untitled</schema:name><schema:dateCreated>2009</schema:dateCreated><schema:creator>[Nadim Vardag]</schema:creator><schema:creator>Nadim Vardag</schema:creator><schema:artMedium>Charcoal and pencil on paper</schema:artMedium><schema:artForm>Drawing art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/17218/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/27606/full</schema:image><schema:name>Untitled</schema:name><schema:dateCreated>2008</schema:dateCreated><schema:creator>[Nadim Vardag]</schema:creator><schema:creator>Nadim Vardag</schema:creator><schema:artMedium>Stainless steel, fabric</schema:artMedium><schema:description>Die Skulptur von Nadim Vardag hat ein paar Vorläufer. 2006 schuf der Künstler schon »Screen«, eine Nachbildung einer Projektionsleinwand im Format 16:9, die anstelle ihrer weißen Fläche mit Neonröhren bestückt ist. Worauf normalerweise projiziert wird, strahlt jetzt selber und lädt das Objekt auratisch auf. Was vorher Informationsträger war, ist Inhalt geworden – the medium ist the message. Als »Black Screen« taucht das Motiv der Projektionsfläche ab 2008 in verschiedenen Fassungen wieder auf: Anfangs als elementare Holzkonstruktion mit schwarzer Leinwand, dann in immer ausgefeilteren Varianten, wie auch der in der Sammlung präsentierten. Die Trägerkonstruktionen erhalten im Verhältnis zum Screen zunehmend Gewicht, werden überbetont und stilisiert. — Das Medium Film wird in Vardags Arbeiten also dekonstruiert, um dessen Einzelteile dann in Szene zu setzen. Mit der Strategie der Informationsverknappung wird das Restmaterial überhöht, gleichzeitig Platz gemacht für freie Assoziationen, die sich um die freigelegten (aber ihre Referenzialität wahrenden) Strukturen breitmachen können. Diese Politik der Verknappung – eine gängige Strategie einer ganzen Welle neo-postminimal arbeitender Künstler der letzten Jahren – führt zu einer Verdichtung und Präzisierung. Schwarz und Weiß dominieren Vardags Videos, Installationen, Zeichnungen und Fotografien, sehr ökonomisch könnte man den Umgang Vardags mit Gestaltungsmitteln nennen. Vom Rationalisieren und Formalisieren ist es nicht weit zum Fetischisieren, umso mehr, wenn die Objekte nur Funktionen suggerieren, ohne praktisch nutzbar zu sein. Auch das schafft Spannung, lädt das Material auf. Diese Aufladung ist immer auch Überhöhung, ein Stilmittel der Ironie – und die ist Vardag nicht fern, sind seine Arbeiten doch gerade genug überzogen, dass sie zwar noch mystifiziert wirken, aber als Ironisierung einer Fetischisierung erkennbar bleiben.  — Nadim Vardag, 1980 in Regensburg geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Heimo Zobernig. 2009 erhielt er den Boston Consulting &amp; Belvedere Contemporary Art Award mit einer zugehörigen Ausstellung im Augarten Contemporary. Neben zahlreichen Beteiligungen an internationalen Gruppenausstellungen waren seine Arbeiten zuletzt in Einzelausstellungen im Kunstmuseum St.Gallen, im Kunstverein Medientum Graz wie auch in der Galerie Georg Kargl in Wien zu sehen. (Severin Dünser, 10/2012)</schema:description><schema:artForm>Sculpture</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/17219/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/105170/full</schema:image><schema:name>Untitled</schema:name><schema:dateCreated>2007</schema:dateCreated><schema:creator>[Nadim Vardag]</schema:creator><schema:creator>Nadim Vardag</schema:creator><schema:artMedium>Gelatine silver print on baryta paper</schema:artMedium><schema:description>Was ist dieses eigenartig floral anmutende Etwas, das Nadim Vardag in einer Fotografie über dem Boden schweben lässt? Seltsam bekannt, zugleich befremdlich … ist es eine organische Struktur, eine Orchidee? Es ist ein Kleid, und zwar das von Marilyn Monroe, das hier über einem Lüftungsschacht flattert – nur Marilyn ist nicht zu sehen, Vardag hat sie aus dem Bild gelöscht. Marilyns Kleid baut in seiner eigentümlichen Befremdlichkeit eine Spannung auf, es irritiert, suggeriert eine Informationslücke, bleibt in der Schwebe. Dem Ding im Bild wird eine Art von Eigenleben verliehen, was man als Fetischisierung bezeichnen könnte. Und der Künstler setzt Wissen voraus, spielt dann mit der daraus resultierenden Vorahnung und Erwartungshaltung der Betrachterinnen und Betrachter, um sie in ein Spannungsmoment zu übersetzen. Suspense ist es, was hier eigentlich stilisiert wird. Unsere Projektionen und Illusionen sind es nämlich, die den Arbeiten von Vardag – und dem Kleid von Monroe im Besonderen – Leben einhauchen, während uns unsere Sehnsucht nach Schönheit vor Augen geführt wird. — [Severin Dünser, 4/2017]</schema:description><schema:artForm>Photography</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/34120/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement></schema:ItemList></rdf:RDF>