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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:ItemList><schema:numberOfItems>5</schema:numberOfItems><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/105122/full</schema:image><schema:name>Betty</schema:name><schema:dateCreated>2008</schema:dateCreated><schema:creator>[Markus Schinwald]</schema:creator><schema:creator>Markus Schinwald</schema:creator><schema:artMedium>Wood, engine, textiles</schema:artMedium><schema:description>Markus Schinwalds Arbeiten thematisieren den Menschen im Spannungsverhältnis von Psyche und Physis. An die Stelle des geistig und körperlich freien, intakten Menschen tritt ein von Fremdbestimmung und Unterwerfung gezeichnetes Individuum. Zwanghafte Handlungen und Einschränkungen durch rätselhafte Apparaturen, Prothesen und Maskierungen spiegeln dessen psychisch aufgeladenes Inneres im Äußeren wider. — Die Arbeit "Betty" von 2008 ist Teil einer Serie von marionettenartigen Objekten Schinwalds, die wie mögliche Vertreter des Menschen und seiner Seelenlandschaft auftreten. Eine lebensgroße Frauenfigur sitzt mit starrer Mimik auf einem Stuhl, in ständiger Wiederholung bewegt sie sich wie fremdgesteuert hin und her. Mit der Form einer Mensch-Maschine zwischen lebendigem Wesen und künstlicher, lebloser Puppe inszeniert Schinwald einen Moment des Unheimlichen im Sinne des 1919 von Sigmund Freud erstmalig beschriebenen Begriffs – vordergründig anziehend und faszinierend durch ihre Imitation von Vertrautem erscheint die Marionette durch subtile Verschiebungen zugleich auch fremd und beängstigend. — [Véronique Abpurg, 4/2017]
</schema:description><schema:artForm>Object art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/18731/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/59824/full</schema:image><schema:name>Eli</schema:name><schema:dateCreated>2008</schema:dateCreated><schema:creator>[Markus Schinwald]</schema:creator><schema:creator>Markus Schinwald</schema:creator><schema:artMedium>Wood, engine, textiles</schema:artMedium><schema:artForm>Object art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/29171/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/22445/full</schema:image><schema:name>Ten in Love</schema:name><schema:dateCreated>2006</schema:dateCreated><schema:creator>[Markus Schinwald]</schema:creator><schema:creator>Markus Schinwald</schema:creator><schema:artMedium>Video, color, DVD</schema:artMedium><schema:artForm>Film/video art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/12653/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/32219/full</schema:image><schema:name>Children's Crusade</schema:name><schema:dateCreated>2004</schema:dateCreated><schema:creator>[Markus Schinwald]</schema:creator><schema:creator>Markus Schinwald</schema:creator><schema:artMedium>Video, color, sound, DVD</schema:artMedium><schema:description>Markus Schinwald vereint gleich mehrere tragische Erzählungen, unter anderem die Legende des Rattenfängers von Hameln. Wegen des ausbleibenden Lohns rächte sich der Spielmann, indem er die Kinder aus der Stadt lockte. Nur 100 Jahre zuvor, 1212, brechen von Köln und Frankreich tatsächlich 30.000 Kinder nach Jerusalem auf, um das Heilige Land vor den Sarazenen zu befreien. Der sogenannte Kinderkreuzzug kommt bald zum Erliegen, die Kinder verhungern oder erfrieren auf dem Weg, noch bevor sie den Golf von Genua erreichen. Der Film „Children‘s Crusade“, der die beiden Geschichten zusammenschließt, zeigt eine Gruppe von singenden Kindern, die einer lebensgroßen Marionette mit wechselndem Gesicht folgen. Die ergreifenden Bilder von Verlockung und Verführung wurden auf der Wiener Mölkerbastei gedreht und mit Benjamin Brittens Opus 82 untermalt. [Thomas Trummer, 2005, in: Österreichische Galerie Belvedere (Hrsg.), Jahresbericht Belvedere 2004, Wien 2005, S. 12]</schema:description><schema:artForm>Film/video art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/10725/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement><schema:itemListElement><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/32224/full</schema:image><schema:name>Dictio Pii</schema:name><schema:dateCreated>2001</schema:dateCreated><schema:creator>[Markus Schinwald]</schema:creator><schema:creator>Markus Schinwald</schema:creator><schema:artMedium>35 mm film (transferred to DVD), color, sound, 16 min (looped)</schema:artMedium><schema:description>Zentrale Themen im künstlerischen Oeuvre Markus Schinwalds sind Körper und Psyche des Menschen sowie deren Unvollkommenheiten und Unzulänglichkeiten, häufig inszeniert der Künstler diese in Arbeiten, in welchen das Unheimliche eine tragende Rolle einnimmt. In seinem Film "Dictio Pii" wandeln sieben Protagonisten durch ein Hotel. Trotz eines stark narrativen Charakters ist keine logische oder dramaturgische Abfolge der teils kafkaesken Szenen zu erkennen, einzig durch den gemeinsamen Schauplatz sind sie lose miteinander verbunden. Es wirkt, als habe man die Schlüsselszenen eines Films aneinandergereiht. Die Grundstimmung ist geprägt von einer unheimlichen und unheilvollen, tief beklemmenden Atmosphäre, diese wird durch eine treibende musikalische Begleitung verstärkt. Die Menschen in "Dictio Pii" wirken in ihrem Agieren unfrei und zwanghaft, teilweise sogar fremdbestimmt, Prothesen und einschränkende Eingriffe an Körper und Kleidung zwingen sie zu artifiziellen Gesten und Haltungen. Durch die Darsteller selbst erfährt der Betrachter nichts über die Motive ihres rätselhaften Tuns, sie bewegen sich in einer nonverbalen Welt, einzig die repetitive textliche Unterlegung des Films scheint Auskunft über Befindlichkeit und Selbstwahrnehmung zu geben: „[…] living in the sensation of being everything and the certitude of being nothing […] we are deranged.“ Markus Schinwald konstruiert und inszeniert eine kühle Wirklichkeit, nimmt Anleihen bei der darstellenden Kunst – seine Prothesen und Apparate wirken wie Maskierungen –, lädt die Szenerien durch Musik und ein wiederholt vorgetragenes kryptisches Textstück zusätzlich auf. Durch verschiedene raffiniert aufeinander abgestimmte und choreografierte Medien entsteht so ein komplexes Wirkungsgefüge. — [Véronique Aichner, 10/2011]</schema:description><schema:artForm>Film/video art</schema:artForm><schema:url>https://sammlungtest.belvedere.at/objects/10591/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></schema:itemListElement></schema:ItemList></rdf:RDF>