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Adam and Eve

The image shows a nude woman with long, blonde hair in an upright position. She has her head slightly tilted back and looks directly out of the picture. In the background, there is a dark shape that resembles a blurred, humanoid outline. The woman stands on a flat surface adorned with various floral motifs and a textured, busy fabric pattern. The overall depiction has a sketch-like quality and is rendered in a style reminiscent of the Art Nouveau movement.

[AI-generated with ChatGPT]
Adam and Eve
The image shows a nude woman with long, blonde hair in an upright position. She has her head slightly tilted back and looks directly out of the picture. In the background, there is a dark shape that resembles a blurred, humanoid outline. The woman stands on a flat surface adorned with various floral motifs and a textured, busy fabric pattern. The overall depiction has a sketch-like quality and is rendered in a style reminiscent of the Art Nouveau movement.

[AI-generated with ChatGPT]
Gustav Klimt, Adam und Eva, 1916-1918, Öl auf Leinwand (unvollendet), 173 × 60 cm, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 4402
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung/ kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung.
  • Adam and Eve

  • Date1916 - 1918
  • Artist Gustav Klimt (1862 Wien – 1918 Wien)
  • Object typePainting
  • MediumOil on canvas (unfinished)
  • Dimensions
    173 × 60 cm
  • Signatureunlabelled
  • Inventory number4402
  • Location Upper Belvedere

  • Klimt rarely engaged with biblical subjects during his career. One of his last works, unfinished at his death, shows the first humans, Adam and Eve. He was not interested in the more traditional depiction of the Fall, however, instead focusing on the figure of Eve as the quintessential female. Adam has closed his eyes, intoxicated with love, as he tilts his head and nestles tenderly against Eve. But Eve is looking straight at us. The anemones on the ground are emblems of fertility; the leopard skin, meanwhile, was a symbol in ancient Greece of unbridled desire. In Klimt’s interpretation, then, it is Eve—and not the snake—who is the temptress.
  • Essay

    Adam und Eva
    Stephanie Auer ORCID logo


    Zu jenen Gemälden, die sich nach Klimts Tod noch unvollendet in seinem Atelier befanden, zählte auch die als Adam und Eva bekannte Darstellung eines stehenden Menschenpaares. Frontal ins Bild gesetzt, dominiert eine nackte Frauengestalt im Kontrastpost die Komposition. Ihr Kopf ist leicht zur Seite geneigt, der offene Blick direkt den Betrachtenden zugewandt. Goldblonde Locken umspielen die weichen Rundungen des Frauenkörpers, den eine dunkle Kontur umschließt. Die rhythmisch an- und abschwellende Linie hebt sich deutlich vom hellen Inkarnat ab, dessen subtile Ausarbeitung Klimts Raffinesse in der Gestaltung menschlicher Haut widerspiegelt. Ein muskulöser, dunkler ausgeführter Männerakt hinterfängt die weibliche Figur und nimmt deren Haltung mit einer gleichförmigen Neigung des Kopfes auf. Im Gegensatz zum wachen, intensiven Gesichtsausdruck der Frau erscheint der Mann mit geschlossenen Lidern gänzlich in sich gekehrt. Die formale Einheit und Verschmelzung der Silhouetten bricht ein ornamental aufgefasstes Leopardenfell, das sich zwischen die beiden Körper schiebt. Einzelne Blüten mengen sich unter die braun-schwarzen Flecken, die am unteren Bildrand in ein Feld von Anemonen übergehen. Vor allem im Bereich der Hände erscheint das Gemälde unvollendet, sodass die Unterzeichnung mit bloßem Auge zu erkennen ist.

    Datierung

    Die Entstehung des Werkes wurde allgemein mit 1917/18 angenommen,[1] bis Franz Smola anhand eines Tagebucheintrags von Felix Albrecht Harta den Nachweis erbringen konnte, dass Klimt bereits im Juni 1916 das Gemälde in Grundzügen angelegt hatte.[2] „Heute war ich […] bei Klimt“, gibt Harta in seinen Notizen an. „Klimt war reizend, liebenswürdig, zuvorkommend wie ich ihn selten gesehen habe. Er zeigte uns eine Menge Bilder. Das unfertige Bild ‚Eva‘ ist sein Schönstes.“[3] Egon Schiele scheint das Gemälde in einem ähnlichen, wohl gleichfalls auf die Ausführung des weiblichen Akts beschränkten Zustand gesehen zu haben. In seinen Erinnerungen an Schiele berichtete der Kunstkritiker Arthur Roessler über dessen letzten Besuch im Atelier des Malers, wo ihm Klimt „seine in Arbeit befindlichen Bilder“, darunter „Tod und Liebe, Leda, Jungfrau, Braut, Eva und viele andere“ gezeigt habe.[4] Anlässlich der Gedächtnis-Ausstellung Gustav Klimt in der Kunsthandlung Gustav Nebehay im Jahr 1919 (Abb. 1) bestätigte auch Berta Zuckerkandl den längeren Entstehungszeitraum. In der ersten ausführlichen Besprechung des Bildes hob die Kritikerin hervor, dass der Maler an der für sie bedeutendsten Komposition der Ausstellung „zwei Jahre lang bis zum letzten Tag“ gearbeitet habe.[5]

    Entstehung

    Eine Reihe von Einzel- und Paarstudien von weiblichen und männlichen Aktmodellen gibt Zeugnis davon, wie akribisch Klimt die Haltung des ersten Menschenpaares vorbereitete. Von Alice Strobl noch mit 1917/18 datiert, legen die rezenten Erkenntnisse nahe, dass die Entstehung der Vorstudien – speziell jene der Paare und Studien zum weiblichen Akt – vor dem Sommer 1916 anzunehmen ist.[6] Während sich keine der erhaltenen Mann-Frau-Variationen mit der im Gemälde angelegten Komposition in Einklang bringen lässt, kommt eine Bleistiftstudie der Eva (Abb. 2) im Standmotiv, der sanft ausschwingenden Bein- und Hüftkontur sowie der Schrägstellung des Kopfes dem final ausgeführten Motiv sehr nahe.[7] Es ist auffallend, dass sich in den vorbereitenden Studien jener Kontrast zwischen dem eindringlichen Blick der weiblichen und dem abwesenden Ausdruck der männlichen Figur noch nicht offenbarte. Vielmehr gab Klimt Mann und Frau mit geschlossenen Augen in jener für ihn so charakteristischen, in-sich-selbst-gekehrten Haltung wieder, die er vielfach in seinen allegorischen Darstellungen sowie den erotischen Figurenkonstellationen zum Einsatz brachte.[8] Ein Eintrag aus Klimts Skizzenbuch von 1917 zeugt davon, dass sich Klimt noch bis in die zweite Hälfte des genannten Jahres mit dem Motiv auseinandersetzte, wobei die stark schematische Zeichnung sich nach wie vor auf die ausladende Kontur des weiblichen Aktes beschränkt.[10]

    Deutung

    Bereits für Klimts Zeitgenoss*innen schien es außer Zweifel zu stehen, dass das nackte lebensgroße Menschenpaar auf die Genesiserzählung des Sündenfalls (Gen. 3,6) zurückgeht,[11] obgleich keine Schlange erkennbar ist und sich der zart angedeutete Apfel in Evas Hand erst auf den zweiten Blick erschließt (Abb. 3). Alice Strobl merkte in diesem Zusammenhang an, dass der Maler anfänglich möglicherweise vielmehr darauf abzielte, eine weitere Variante eines profanen Liebespaares zu schaffen.[12] Diese Annahme basierte nicht nur auf dem Umstand, dass keine der vorbereitenden Zeichnungen einen direkten Rückschluss auf das biblische Thema zulässt, sondern sie rein allgemeine Auseinandersetzungen mit Einzel- und Paarfigurationen aufweisen. Tatsächlich nehmen biblische Themen, wie sie Judith (1901) und Judith II (Salome) (1909) aufgreifen, eine absolute Ausnahmestellung in Klimts Œuvre ein, wohingegen die Erkundung des Zusammenspiels der Geschlechter im profanen und allegorischen Rahmen den Künstler zeitlebens antrieb.

    Bereits in seinem 1900 erstmals präsentierten Fakultätsbild Die Philosophie griff Klimt inmitten eines Stromes unbekleideter Menschen auf die Formel eines nackten Liebespaares zurück. In diesem Werk sowie in den idealisierten Vereinigungen aus Klimts Goldener Periode – der Umarmung im Beethovenfries (1901/02) (Abb. 4), dem Kuss (Liebespaar) (1908, vollendet 1909) oder der Erfüllung (1910) im Stocletfries – nimmt der männliche Protagonist die dominierende Stellung ein. Klimts letzte Darstellung eines Menschenpaares unterschied sich dahingehend grundlegend. Im Vergleich zu den vorangegangenen profanen Ausführungen von Liebespaaren löste sich die Frau nunmehr aus der Umarmung, trat frontal in die vorderste Bildebene und wurde zum bestimmenden Element der Komposition. In vergleichbar aktiver Form – als entschlossen handelnde, ihr Schicksal, jenes ihres Volkes oder gar des ganzen Menschengeschlechts beeinflussende Protagonistinnen – zeigen sich in Klimts Werk mit Judith und Judith II (Salome) ansonsten ausschließlich Frauengestalten alt- oder neutestamentlichen Ursprungs.[13] In beiden Gemälden nahm der Künstler den biblischen Stoff zum Ausgangspunkt, um die Frau zum Sinnbild für die Macht der Verführung zu stilisieren. Während Klimt bei Judith und Judith II (Salome) die abgeschlagenen Häupter von Holofernes bzw. Johannes dem Täufer ins Bild setzt, um damit einen direkten Bezug zur biblischen Erzählung herzustellen, zeigt sich das unvollendete erste Menschenpaar auf den ersten Blick aus dem traditionellen ikonografischen Kontext gelöst. Weder erscheinen die klassischen Bildmotive des Sündenfalls in ausgeführter Form in der Komposition, noch fügt sich die Darstellung schlüssig in einen konkreten Augenblick der Erzählung ein. Erst die genaue Betrachtung der Unterzeichnung in dem unbemalten Bereich ihrer rechten, herabhängenden Hand gibt Aufschluss darüber, dass Klimt möglicherweise vorsah, Eva einen Apfel in die Hand zu geben und die Darstellung im Moment vor dem Sündenfall zu verankern (Abb. 3). Den damit verbundenen Aspekt der Verführung sowie die möglichen Folgen einer Entdeckung der eigenen Sexualität bringt Klimt symbolisch durch das ornamental aufgelöste Fell eines Leoparden in die Komposition ein. Bereits in seinem Frühwerk Altar des Dionysos (1888) für das Wiener Burgtheater setzte er das Bildmotiv in der Tradition der griechischen Vasenmalerei ein, um den liegenden weiblichen Akt als Anhängerin der ekstatischen Gefolgschaft des Dionysos auszuweisen. Klimt, der den rauschhaften, sexuell konnotierten Kontext der Darstellungen dionysischer Feste vor diesem Hintergrund kannte (Abb. 5)[14] – er hatte auch in Gemälden wie Porträt Josef Pembaur (1890) oder Pallas Athene (1898) direkte Anleihen bei antiken Vorlagen genommen[15] Diese Interpretation setzt die geneigte Kopfhaltung und geschlossenen Augen des Mannes direkt mit überlieferten Darstellungskonventionen in Beziehung, die Adam in tiefem Schlaf wiedergeben, während Gottvater Eva aus einer Rippe erschafft (Abb. 6). Innerhalb von Klimts Œuvre stellt der Einsatz dieses Motivs jedoch keinesfalls einen Einzelfall dar, der – wie im Falle der Erschaffung Evas – auf einer ikonografischen Tradition oder einem narrativen Kontext beruht, sondern vielmehr ein charakteristisches Element, das der Künstler innerhalb seines Schaffens häufiger heranzog. Bereits in seinem Monumentalwerk Die Medizin (1900–07) (Abb. 7) und im Beethovenfries (1901/02) (Abb. 8) führte Klimt die geneigte Kopfhaltung und die geschlossenen Augen bei einer Reihe von Frauenakten ein und griff fortan immer wieder auf das Motiv zurück, so in den Werken Freundinnen (Wasserschlangen I) (1904, geringfügige Ergänzungen 1907), Die drei Lebensalter (1905), Die Jungfrau (1913) und Tod und Leben (1910/11, überarbeitet 1912/13, 1916/17) und Die Braut (1917/18). Im Vergleich zu den genannten Gemälden, in denen jeweils die weiblichen Dargestellten ihrer Erweckung zu harren scheinen, wies Klimt in Adam und Eva erstmals einem männlichen Protagonisten diese passive Rolle zu. Als mögliches Vorbild für die expressive und charakteristische Haltung ließe sich die linke männliche Gestalt von Auguste Rodins mehrfiguriger Plastik Drei Schatten nennen. Diese ursprünglich als Adam entworfene (Abb. 9) und in der Folge für die Gruppe mit stärkerer Beugung des Nackens adaptierte Figur bekrönte Rodins Höllentor, dessen Einfluss auf Klimts Schaffen in der Literatur bereits hinreichend dargestellt wurde.[17] Trotz der großen Präsenz von Rodins Werken im Wiener Ausstellungsgeschehen um die Jahrhundertwende lässt sich eine Präsentation der Figurengruppe selbst nicht nachweisen. Als mögliche Quelle der Inspiration liegt vielmehr eine Abbildung des linken Schattens in einer Publikation nahe, die anlässlich Rodins legendärer Pariser Ausstellung L’exposition de l’Alma im Jahr 1900 erschien (Abb. 10).[18]

    Das letzte großformatige Gemälde Die Braut lässt nicht nur im Hinblick auf den Ausdruck der Protagonistinnen sowie deren Kopfhaltungen, sondern auch bezüglich der malerischen Behandlung des Inkarnats einen Vergleich mit Adam und Eva zu. Stellt man die beiden Werke Klimts 1901 vollendeter Judith gegenüber, wird deutlich, dass das grundlegende Prinzip des Malers, menschliche Haut umzusetzen, im Ansatz unverändert blieb, aber im Falle der beiden unvollendeten Gemälde anstelle der feinen bunten Pinselstriche nunmehr breite und teilweise auch pastos aufgetragene Farbflecken traten.[19] Während sich für den spezifischen Farbauftrag im Inkarnat keine konkreten künstlerischen Quellen ausmachen lassen,[20] orientiert sich Klimt bei der geschlechtsspezifisch helleren und dunkleren Ausführung des weiblichen und männlichen Inkarnats an bestehenden malerischen Traditionen (Abb. 11). Im Hinblick auf etwaige Vorbilder alter Meister verwies bereits Strobl auf Hans Baldungs im Jahr 1519 entstandenen Holzschnitt Adam und Eva (Abb. 12).[21] Während vor allem für die Staffelung von Mann und Frau und die offene Handhaltung Evas Baldungs Holzschnitt uneingeschränkt als Quelle der Inspiration in Betracht zu ziehen ist, liegt es nahe, dass Klimt in Bezug auf das schmale, hohe Bildformat sowie den eng gefassten Ausschnitt auf kompositorische Mittel zurückgriff, die er selbst über beinah drei Jahrzehnte in seinen Werken immer wieder zum Einsatz brachte.[22]

    Einmal mehr kommt bei Adam und Eva jene bereits von Klimts Zeitgenoss*innen beobachtete künstlerische Praxis zum Einsatz, formale Anleihen mit Rückgriffen auf den persönlichen Bildkosmos sowie biblische Themen und Antikenrezeption zu einer überzeugenden Synthese zu vereinen. Zugleich schreibt sich die Darstellung in eines von Klimts großen künstlerischen Leitmotiven ein, indem sie die Genesiserzählung über den Sündenfall zum Anlass nimmt, die ambivalente und ewige Beziehung zwischen Mann und Frau zu ihren kulturhistorischen Ursprüngen zurückzuführen.

     

    Anmerkungen

    Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. von Friedrich Welz, Salzburg 1967, WVZ-Nr. 220 (Adam und Eva, 1917/18, unvollendet); Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, WVZ-Nr. 251 (Adam und Eva, 1917, unvollendet); Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 243 (Adam und Eva, 1917/18, unvollendet); Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/4966-6058 (Adam und Eva, 1916–18) (zuletzt besucht am 21.8.2023).

    Tagebucheintrag von Felix Albrecht Harta vom 16. Juni 1916, Nachlass F. A. Harta, Archiv der Salzburger Festspiele; zit. nach Edith Karolina Baumgartner, Felix Albrecht Harta (1884–1967), ungedruckte Diss. Universität Salzburg 1991, S. 32.

    Ebd.

    Arthur Roessler, „Erinnerungen an Egon Schiele“, in: Fritz Karpfen, Das Egon Schiele Buch, Wien 1921, S. 47–49.

    B. Z. [Berta Zuckerkandl], „Gustav Klimt. Gedächtnis-Ausstellung“, in: Wiener Allgemeine Zeitung (Morgenausgabe), 6.2.1919, S. 3. „Gerade die bedeutendste Komposition, an der Klimt zwei Jahre lang bis zum letzten Tag gearbeitet hat, ist tief durchdacht, ist in jeder Linie, in jedem Fleck, bezwungene Vision, gibt Endgültiges. ‚Adam und Eva.‘ Der bräunliche Körper Adams ist nur die Folie für Evas lichtatmenden Leib. Dieses perlmutterschimmernde Fleisch, das so geheimnisvolles Beben durchglüht, diese in Rot=Blau=Gelb zerteilten Farbenflecke, die zu fließender Harmonie sich einen, das ist Verklärung der Materie, ist Gebet an die Natur. Daß Eva als Mutter des Menschengeschlechts Symbol der Fruchtbarkeit ist, drückt Klimt durch die mächtige Aktform aus.“

    Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, Bd. 3: 1912–1918, Salzburg 1984, WVZ-Nrn. 2903–2920, 2860–2866, 2868–2870.

    Ebd., WVZ-Nr. 2918.

    Ebd., WVZ-Nrn. 2860, 2861, 2863, 2864, 2866, 2869.

    Ebd., WVZ-Nr. 2921.

    Ebd., WVZ-Nrn. 2891–2894, 2909–2911, 2919, 2920.

    Vgl. Baumgartner 1991 (wie Anm. 2), S. 32; Zuckerkandl 1919 (wie Anm. 5), S. 3.

    Strobl 1984 (wie Anm. 6), S. 181.

    Beide Gemälde wurden zu Lebzeiten Klimts unter dem Titel Salome und Judith ausgestellt. Da auch die im ursprünglich biblischen Kontext als keusche Witwe beschriebene Judith in Literatur und Kunst des 19. Jahrhunderts einer Sexualisierung unterzogen wurde, ist es typisch für jene Zeit, dass es zur Verschmelzung der beiden biblischen Frauenfiguren kam. Zudem löst Klimt die Dargestellten, wie auch bei Adam und Eva, konsequent aus dem erzählerischen Kontext, was die konkrete ikonografische Zuschreibung ebenfalls erschwert.

    Stella Rollig / Tobias G. Natter (Hg.), Klimt und die Antike (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2017, S. 108f.: Der Altar des Dionysos (Stephanie Auer).

    Ebd., S. 88f.: Pallas Athene (Stephanie Auer), 106f.: Bildnis Josef Pembaur d. Ä. (Stephanie Auer).

    Strobl 1984 (wie Anm. 6), S. 182; vgl. Marian Bisanz-Prakken, „Kopfstudie für den Adam im Gemälde Adam und Eva“, https://www.galerie-albertina.at/kunstwerke/38688/geneigter-maennerkopf-nach-rechts/ (zuletzt besucht am 22.9.2023).

    Zur Beeinflussung Klimts durch Auguste Rodins Höllentor siehe: Renée Price, „The Kiss: Gustav Klimt and Auguste Rodin“, in: dies. (Hg.), Gustav Klimt. The Ronald S. Lauder and Serge Sabarsky Collections (Ausst.-Kat. Neue Galerie, New York), New York 2007, S. 233–251; Weidinger 2007 (wie Anm. 1), S. 280, 283; Agnes Husslein-Arco / Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt. 150 Jahre (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2012, S. 207; Markus Fellinger, „Gustav Klimts Rezeption der internationalen Moderne. ‚Eine Handbreit seiner Malerei wird jeder sofort als Klimt erkennen‘“, in: Stella Rollig / Markus Fellinger / Emilie Gordenker / Edwin Becker (Hg.), Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Belvedere, Wien), München et al. 2022, S. 69; Marian Bisanz-Prakken, „Klimt und die internationale Kunst um 1900. Die Menschheit im Fokus“, in: ebd., S. 135.

    Exposition de 1900, L’œuvre de Rodin, Paris 1900: „Une des ombres de la Porte de l’enfer“ (o. S.). Die Publikation fand bereits 1900 Eingang in das Buchinventar des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie (heute MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst), Wien, Inv.-Nr. BI 12695.

    Vgl. Markus Fellinger, „Gustav Klimts Rezeption der internationalen Moderne“, in: Rollig / Fellinger / Gordenker / Becker 2022 (wie Anm. 17), S. 80–81.

    Ebd., S. 81.

    Strobl 1984 (wie Anm. 6), S. 182.

    Vgl. Römisches Frauenbad, 1890, Privatsammlung, Courtesy Richard Nagy Ltd., London; Pallas Athene, 1898, Wien Museum; Freundinnen (Wasserschlangen I), 1904 (mit Ergänzungen 1907), Belvedere, Wien; Judith II (Salome), 1909, Ca’ Pesaro – Galleria Internazionale d’Arte Moderna, Venedig; Freundinnen I (Schwestern), 1907, Klimt-Foundation, Wien.


    Abbildungen

    • Kunsthandel Gustav Nebehay, Wien.
    • Sonja Knips, Wien
    • 1950 Ankauf Sonja Knips, Wien
    Contact Provenance Research

    Exhibitions of the Belvedere

    Exhibitions

    • Gedächtnis-Ausstellung Gustav Klimt, Kunsthandlung Gustav Nebehay, Wien 6.2.–6.3.1919 (ohne Katalog)
    • Kunstschau 1920, Österreichisches Museum für Kunst und Industrie, Wien 2.6.–26.9.1920
    • 1. Allgemeine Kunst-Ausstellung München 1926, Glaspalast München 1.6.–3.10.1926
    • Oostenrijksche Schilderijen en Kunstnijverheid 1900–1927, Gemeentemuseum, Den Haag 15.10.–13.11.1927
    • Oostenrijksche Schilderijen en Kunstnijverheid 1900–1927, Kunstkring, Rotterdam 19.11.–12.12.1927
    • Oostenrijksche Schilderijen en Kunstnijverheid 1900–1927, Stedelijk Museum, Amsterdam 1.1.–22.1.1928
    • 99. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession. Klimt-Gedächtnis-Ausstellung, Secession, Wien 27.6.–5.8.1928
    • 142. Výstava. Moderní umění rakouské, Repräsentationshaus (Obecní Dum), Prag 8.9.–7.10.1928
    • Gustav Klimt. Ausstellung (Gedächtnisausstellung), Ausstellungshaus Friedrichstraße (Secession), Wien 7.2.–12.3.1943
    • Austria’s Expressionism, Galerie St. Etienne, New York 21.4.–30.5.1981
    • Vienne 1880–1938. Naissance d’un siècle, Centre Pompidou, Paris 13.2.–5.5.1986
    • Gustav Klimt. Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 17.9.–16.12.1987
    • Wien um 1900. Klimt, Schiele und ihre Zeit, Sezon Museum of Modern Art, Karuizawa 7.10.–5.12.1989
    • Wien 1900 – Wien 1990. Klimt, Schiele, Kokoschka, Anzinger, Brandl, Gironcoli, Lassnig, Mosbacher, Nitsch, Rainer, West, Liljevalchs konsthall, Stockholm 13.9–10.11.1991
    • Gustav Klimt, Kunsthaus Zürich 11.9.–13.12.1992
    • De Waldmüller à Klimt. Chefs d’œuvre de la peinture autrichienne, Musée Marmottan – Claude Monet, Paris 28.10.1994–29.1.1995
    • Klimt, Kokoschka, Schiele. Un sueño vienés (1898–1918), Fundación Juan March, Madrid 7.2.–21.5.1995
    • Gustav Klimt und das Frauenbild in Wien um 1900, Hyogo Prefectural Museum of Art, Kōbe 28.6.–21.9.2003
    • Schiele, Klimt, Kokoschka e gli amici viennesi, Museo d’Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, Rovereto 7.10.2006–8.1.2007
    • Gustav Klimt. Painting, Design and Modern Life in Vienna 1900, Tate Liverpool 30.5.–31.08.2008
    • Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk, Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul 1.2.–15.5.2009
    • The Imaginary Museum, Puschkin-Museum für bildende Künste, Moskau 30.4.–29.7.2012 (ohne Katalog)
    • Gustav Klimt: Face to Face, Palazzo Reale, Mailand 10.3.–13.7.2014
    • Visiting Masterpiece. Gustav Klimt’s „Adam and Eve“, Museum of Fine Arts, Boston 17.1.–27.4.2015 (ohne Katalog)

      Werkverzeichnisse

    • Johannes Dobai, Das Frühwerk Gustav Klimts, ungedruckte Diss. Universität Wien 1958, Bd. 2, WVZ-Nr. 187 (Adam und Eva, 1917–1918, unvollendet)
    • Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. von Friedrich Welz, Salzburg 1967, WVZ-Nr. 220 (Adam und Eva, 1917/18, unvollendet)
    • Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, WVZ-Nr. 251 (Adam und Eva, 1917, unvollendet)
    • Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 243 (Adam und Eva, 1917/18, unvollendet)
    • Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/4966-6058 (Adam und Eva, 1916–18)
    • Literatur

    • B. Z. [Berta Zuckerkandl], „Gustav Klimt. Gedächtnis-Ausstellung“, in: Wiener Allgemeine Zeitung (Morgenausgabe), 6.2.1919, S. 3
    • Richard Hoisel, „Zum Gedächtnis Gustav Klimts“, in: Wiener Woche. Sport und Salon, 1. Jg., Nr. 5, 1919, S. 4f., Abb.
    • Kunstschau 1920 (Ausst.-Kat. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie, Wien), Wien 1920, Kat.-Nr. 43
    • Eduard Leisching, „Die wirtschaftliche Stellung des österreichischen Kunsthandwerks“, in: Kunst und Kunsthandwerk, 23. Jg., 1920, S. 173
    • Max Eisler, Gustav Klimt, Wien 1920, S. 45
    • Arthur Roessler, „Erinnerungen an Egon Schiele“, in: Fritz Karpfen (Hg.), Das Egon Schiele Buch, Wien 1921, S. 4749.
    • Heinrich Glück, „Die Stellung Wiens in der neueren Kunst“, in: Georg Biermann (Hg.), Der Cicerone, 16. Jg., 1924, Abb. S. 222
    • I. Allgemeine Kunst-Ausstellung München 1926 im Glaspalast (Ausst.-Kat. Glaspalast, München), München 1926 (2. Auflage?), Kat.-Nr. 471
    • Hans Tietze (Hg.), Oostenrijksche Schilderijen en Kunstnijverheid 1900–1927. Catalogus (Ausst.-Kat. Gemeentemuseum, Den Haag; Kunstkring, Rotterdam; Stedelijk Museum, Amsterdam), Den Haag et al. 1927, Kat.-Nr. 16, ohne Abb.
    • XCIX. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession. Klimt-Gedächtnis-Ausstellung (Ausst.-Kat. Secession, Wien), Wien 1928, Kat.-Nr. 64
    • Spolek Výtvarných Umělců „Mánes“ (Hg.), CXLII. Výstava. Moderní umění rakouské (Ausst.-Kat. Repräsentationshaus [Obecní Dum], Prag), Prag 1928, Taf. 1
    • Moderne Welt. Illustrierte Halbmonatsschrift für Kunst, Literatur, Mode, 9. Jg., Heft 28, 1928, Abb. S. 14
    • Die Bühne. Wochenschrift für Theater, Film, Mode, Kunst, Gesellschaft, Sport, 5. Jg., Heft 193, 1928, Abb. S. 21
    • Die Kunst für Alle. Malerei, Plastik, Graphik, Architektur, 44. Jg., 1928/29, Abb. S. 2
    • Max Eisler (Hg.), Gustav Klimt. Eine Nachlese, Wien 1931, Taf. 20
    • Moderne Welt. Illustrierte Halbmonatsschrift für Kunst, Literatur, Mode, 12. Jg., Heft 3, 1931, Abb. S. 12
    • Emil Pirchan, Gustav Klimt. Ein Künstler aus Wien, Wien / Leipzig 1942, S. 88
    • Gustav Klimt. Ausstellung (Ausst.-Kat. Ausstellungshaus Friedrichstraße, Wien), Wien 1943, Kat.-Nr. 60
    • Deuticke Verlag (Hg.), Gustav Klimt. Eine Nachlese, Wien 1946, Taf. 20
    • Benno Fleischmann, „Einleitung“, in: Deuticke Verlag (Hg.), Gustav Klimt. Eine Nachlese, Wien 1946, S. 10, Taf. 20
    • Neuerwerbungen 1947–1951. Katalog der Ausstellung im Unteren Belvedere 9.XI.1951–31.I.1952 (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), Wien 1951, Kat.-Nr. 96
    • Karl Garzarolli-Thurnlackh (Hg.), Österreichische Galerie des XIX. und XX. Jahrhunderts im Oberen Belvedere. Neuaufstellung 1954 (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie, Wien), Wien 1954, S. 77
    • Gustav Klimt. 29 Gemälde, ausgestellt im Oberen Belvedere aus Anlaß der 100. Wiederkehr seines Geburtstages (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), Wien 1962, Kat.-Nr. 27
    • Jane Kallir (Hg.), Austria’s Expressionism (Ausst.-Kat. Galerie St. Etienne, New York), New York 1981, Taf. 24
    • Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, Bd. 3: 1912–1918, Salzburg 1984, S. 181f.
    • Jean Clair (Hg.), Vienne 1880– L’Apocalypse joyeuse (Ausst.-Kat. Centre Georges Pompidou, Paris), Paris 1986, Taf. S. 225
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel), Brüssel 1987, S. 79
    • Wien um 1900. Klimt, Schiele und ihre Zeit (Ausst.-Kat. Sezon Museum of Modern Art, Karuizawa), Tokyo 1989, Kat.-Nr. 106, Abb. S. 157
    • Louise Robbert (Hg.), Wien 1900 – Wien 1990. Klimt, Schiele, Kokoschka, Anzinger, Brandl, Gironcoli, Lassnig, Mosbacher, Nitsch, Rainer, West (Ausst.-Kat. Liljevalchs konsthall, Stockholm), Stockholm 1991, Kat.-Nr. 19, Abb. S. 105
    • Gottfried Fliedl, Gustav Klimt 1862–1928. Die Welt in weiblicher Gestalt, Köln 1991, S. 225
    • Toni Stooss / Christoph Doswald (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich), Stuttgart 1992, Kat.-Nr. G 58, Abb. S. 187
    • Gustav Fliedl, „Geste und Blick“, in: Toni Stooss / Christoph Doswald (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich), Stuttgart 1992, S. 16
    • Gerbert Frodl, Gustav Klimt in der Österreichischen Galerie in Wien, Salzburg 1992, S. 36
    • Gerbert Frodl / Stephan Koja (Hg.), De Waldmüller à Klimt. Chefs d’œuvre de la peinture autrichienne (Ausst.-Kat. Musée Marmottan – Claude Monet, Paris), Lausanne 1994, Kat.-Nr. 51
    • Stephan Koja (Hg.), Klimt, Kokoschka, Schiele. Un sueño vienés 1898–1918 (Ausst.-Kat. Fundación Juan March, Madrid), Madrid 1995, S. 58f., Kat.-Nr. 10
    • Gilles Néret, Gustav Klimt, Köln 1999, S. 90
    • Jane Kallir (Hg.), Klimt, Kokoschka, Schiele. Dall’art nouveau all’espressionismo (Ausst.-Kat. Complesso del Vittoriano, Rom), Mailand 2001, Kat.-Nr. 41, Abb. S. 95
    • Tobias G. Natter / Gerbert Frodl (Hg.), Gustav Klimt und das Frauenbild in Wien um 1900 (Ausst.-Kat. Hyogo Prefectural Museum of Art, Kōbe), Kōbe 2003, Kat.-Nr. 7-4, Abb. S. 127
    • Tobias G. Natter, Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka. Sammler und Mäzene, Köln 2003, S. 35
    • Matteo Chini / Claudio Pescio, Klimt. Leben und Kunst, Köln 2004, S. 112
    • Österreichische Galerie Belvedere (Hg.), Das Neue Österreich. Die Ausstellung zum Staatsvertragsjubiläum 1955–2005 (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), Wien 2005, Kat.-Nr. 8.7., Abb. S. 268
    • Tobias G. Natter (Hg.), Schiele, Klimt, Kokoschka e gli amici viennesi (Ausst.-Kat. Museo d’Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto), Rovereto 2006, Kat.-Nr. 37, Abb. S. 101
    • Tobias G. Natter / Christoph Grunenberg (Hg.), Gustav Klimt. Painting, Design and Modern Life in Vienna 1900 (Ausst.-Kat. Tate Liverpool), Wien 2008, Abb. S. 231
    • Agnes Husslein-Arco (Hg.), Wien – Paris. Van Gogh, Cézanne und Österreichs Moderne 1880–1960 (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2008, Abb. S. 191
    • Jane Kallir (Hg.), Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk (Ausst.-Kat. Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul), München et al. 2009, Kat.-Nr. 31, Abb. S. 93
    • Agnes Husslein-Arco / Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt. 150 Jahre (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2012, S. 272f., Kat.-Nr. 99 (Michaela Seiser)
    • Balthazar Pagani (Hg.), Klimt. Alle origini di un mito (Ausst.-Kat. Palazzo Reale, Mailand), Mailand 2014, Kat.-Nr. 118, Abb. S. 197
    • Agnes Husslein-Arco / Jane Kallir / Alfred Weidinger (Hg.), Klimt, Schiele, Kokoschka und die Frauen (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München et al. 2015, Taf. 106
    • Jane Kallir, „Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka. Männer betrachten Frauen, die Männer betrachten“, in: Agnes Husslein-Arco / Jane Kallir / Alfred Weidinger (Hg.), Klimt, Schiele, Kokoschka und die Frauen (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München et al. 2015, S. 142f.
    • Brigitte Borchhardt-Birbaumer, „Eros statt stiller Größe. Klimts unakademische Antikensehnsucht“, in: Stella Rollig / Tobias Natter (Hg.), Klimt und die Antike (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München et al. 2017, S. 38, Abb. S. 39
    • Stella Rollig / Irena Kraševac / Petra Vugrinec (Hg.), Herausforderung Moderne. Wien und Zagreb um 1900 (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2017, S. 232, Abb. S. 128
    • Mona Horncastle / Alfred Weidinger, Gustav Klimt. Die Biografie, Wien 2018, S. 237
    • Stella Rollig / Alexander Klee (Hg.), Klimt ist nicht das Ende. Aufbruch in Mitteleuropa (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien; BOZAR, Brüssel), München et al. 2018, Taf. S. 63
    • Stella Rollig / Franz Smola / Sandra Tretter (Hg.), Gustav Klimt. Die Braut (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2025, S. 159, Abb. S. 84
    • Franz Smola, „Gustav Klimts Allegorien und Darstellungen des Lebenszyklus“, in: Stella Rollig / Franz Smola / Sandra Tretter (Hg.), Gustav Klimt. Die Braut (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2025, S. 82–85.
    • Barbara Marx, „Unvollendet, unverkauft, umgearbeitet. Im Atelier verbliebene Werke Gustav Klimts“, in: Stella Rollig / Franz Smola / Sandra Tretter (Hg.), Gustav Klimt. Die Braut (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2025, S. 126f.
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    Das hochformatige Werk wird beinahe in seiner gesamten Fläche von Adam und Eva ausgefüllt. Einzig minimale Randbereiche dienen zur Gestaltung des Raumes rund um das Paar. Umfangen von Adam und dem dunklen Hintergrund, blickt Eva in die Augen der Betrachtenden, ihre Füße von farbenprächtigen Anemonen bedeckt. Als markantes Gestaltungselement ist das flächig angelegte Leopardenfell zwischen Adam und Eva zu bezeichnen: Es bewirkt eine Trennung und Staffelung der einzelnen Zonen im Bildraum. Neben diesen mit Ölharzfarben ausgestalteten Partien finden sich auch größere unvollendete Bereiche, welche eine Fülle an Informationen zur Maltechnik Klimts bereithalten. Es ist sowohl im Auflicht als auch unter Bestrahlung mit ultraviolettem Licht zu erkennen, dass die Grundierung mit einer Imprimitur versehen wurde. Diese erscheint im Auflicht hellbraun (Abb. 1) und zeigt unter UV-Licht eine typische lilafarbene Fluoreszenz (Abb. 2). Auf der Imprimitur legte Klimt anschließend die Unterzeichnung mittels grafischer Gestaltungsmittel (vermutlich mittels Grafitstift) an. Aufgrund des unvollendeten Zustandes lassen sich sogar ohne strahlentechnische Untersuchungsmethoden die unterschiedlichen Entstehungsphasen dieses Werks nachvollziehen. Vervollständigt und vertieft werden diese Einblicke allerdings durch die Infrarotreflektografie. Diese erlaubt auch jene Bereiche der Unterzeichnung sichtbar zu machen, welche gänzlich von der Malschicht bedeckt sind, wie z. B. das Gesicht Adams. Bei diesem modellierte Klimt durch rasche, aber gezielte Strichführung die Gesichtszüge (Abb. 3). In der Malphase wurden die Unterzeichnungslinien dann einerseits gänzlich übermalt und andererseits mit sehr dünnflüssiger Ölharzfarbe akzentuiert (Abb. 4).