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Johanna Staude

Johanna Staude
Johanna Staude
Johanna Staude
Gustav Klimt, Johanna Staude, 1917/1918, Öl auf Leinwand, 70 × 50 cm, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 5551
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung/ kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung.
  • Johanna Staude

  • Date1917/1918
  • Artist Gustav Klimt (1862 Wien – 1918 Wien)
  • Object typePainting
  • MediumOil on canvas
  • Dimensions
    70 × 50 cm
  • Signatureunlabelled
  • Inventory number5551
  • Location Currently not on display

  • Johanna Staude gazes back at us with shining blue eyes. Gustav Klimt shows the young woman against an orange-red background with a fashionable hairstyle and wearing a dress with a striking pattern. It is named after a Wiener Werkstätte fabric called „Blätter“ (Leaves) and was designed by Martha Albers, a graduate from the Vienna School of Applied Arts. Wrapped around the sitter’s throat is a feather boa that draws our attention to her face. This serene and simple composition was one of Klimt’s last female portraits. The painter was a friend of Johanna Staude and she probably modeled for him on repeated occasions. Address directories document that she was also a language teacher and artist.
  • Essay

    Johanna Staude
    Franz Smola ORCID logo

    Zur Biografie Johann Staudes

    Gustav Klimt malte das Bildnis von Johanna Staude in den letzten Monaten des Jahres 1917.[1] Über das Leben der Dargestellten war lange Zeit wenig bekannt. Erst seit 2020 konnten mit Hilfe der Personen, die den Nachlass von Johanna Staude übernommen hatten, neue und wertvolle Erkenntnisse zu ihrer Biografie gewonnen werden.[2]

    Demnach wurde Johanna Staude am 16. Februar 1883 als Johanna Widlička geboren. Sie war die Tochter von Johann Widlička, gebürtig aus Česká Skalice (Böhmisch Skalitz) in Nordböhmen, heute Tschechien, beschäftigt in Wien als Stallmeister, und Juliana, geborene Szeletzky, Tochter eines in Wien lebenden sogenannten Zimmerputzers. Johanna hatte drei Brüder, nämlich Leopold (1870–1940) und Anton (1879–1941), die beide als akademische Maler tätig waren, sowie Richard Widlička (1890–1941), der sich als Opernsänger einen Namen machte. Leopold und Anton Widlička übersiedelten um 1925 in die USA nach New York.

    Eine Reihe von künstlerischen Arbeiten der Brüder Leopold und Anton Widlička sowie von Frederick Widlička (1907–1994), vermutlich Sohn von Leopold Widlička, wurde 2019 bei Gray’s Actioneers in Cleveland angeboten.[3] Unter diesen Werken befanden sich auch zwei Miniaturbildnisse, die von Leopold Widlička gemalt wurden und vermutlich Adele Wolf-Szeletzky, eine Schwester der Mutter, sowie mit ziemlicher Sicherheit die Geschwister Johanna und Anton Widlička zeigen (Abb. 1)[4] Die Aquarelle dürften wohl um 1900 entstanden sein, zu einer Zeit, als Johanna etwa 17 Jahre alt war. Mit diesem Bildnis wird uns somit erstmals das Aussehen von Johanna Staude in jungen Jahren vermittelt.

    Johanna Widlička heiratete am 13. April 1913 den um zwei Jahre jüngeren Franz Staude (1885–1947). Dieser war als Beamter tätig, seine Mutter, Helene Staude, hatte sich als alleinerziehende Hebamme verdingt. Die Ehe von Johanna und Franz Staude hielt allerdings nur fünf Jahre und wurde am 7. November 1918 geschieden.[5] Johanna Staude behielt den Namen ihres ehemaligen Gatten bei. In den Jahren vor 1918 dürfte Johanna Staude wiederholt Gustav Klimt Modell gestanden haben. Offensichtlich hatte sich zwischen beiden eine recht gute Beziehung entwickelt, denn rund zwölf Jahre später erwähnt sie in einem Brief an den Bildhauer Anton Hanak auch Klimts Namen und apostrophiert ihn als „herrlichen Freund“, „Versteher“ und „Erzieher“.[6] Klimt hatte wohl auch den Kontakt zwischen Staude und dem Dichter Peter Altenberg hergestellt. Von den letzten Kriegsmonaten an betreute Johanna Staude gemeinsam mit anderen Pflegekräften den Dichter bis zu dessen Tod am 8. Jänner 1919.

    Die weiteren Stationen von Johanna Staudes Leben bleiben weitgehend im Dunkeln. Was ihre Profession angeht, war sie wohl als Sprachlehrerin tätig, wie viele Adressbucheinträge anführen. Vermutlich besaß sie aufgrund ihrer wiederholten Amerikaaufenthalte bei ihren Brüdern sehr gute Englischkenntnisse. Die mehrmaligen Erwähnungen, dass sie als „Kunstmalerin“ und „akademische Malerin“ tätig war, weisen auf ihre künstlerischen Ambitionen hin. In ihrem Testament bezeichnete sich Johanna Staude sogar als „Malerin und Architektin“.[7] Wohnhaft war sie viele Jahre an der Adresse Chwallagasse 2 im 6. Wiener Gemeindebezirk. 1948, zu diesem Zeitpunkt war sie 65 Jahre alt, verließ Staude jedoch dauerhaft ihre Wohnung und übersiedelte ins Altersheim Lainz im 13. Wiener Gemeindebezirk.

    In den 1950er-Jahren war Johanna Staude offensichtlich begeisterte Besucherin von Konzerten und Vorträgen, die der Kapellmeister Eduard Strauss II (1910–1969) in Wien veranstaltete. Eduard Strauss II war der Enkel des Musikers und Komponisten Eduard Strauss I (1835–1916), Bruder des berühmten Walzerkönigs Johann Strauss Sohn (1825–1999). Er trat in die musikalischen Fußstapfen seines Großvaters und war ab den späten 1940er-Jahren als erfolgreicher Kapellmeister tätig. Zudem hielt er Vorträge über seine Konzerttätigkeit. Im Kontext eines solchen Vortrags am 10. Juni 1959 ist die einzige bisher bekannte Fotografie von Johanna Staude entstanden (Abb. 2). Sie war damals 76 Jahre alt. Der Kontakt zwischen Johanna Staude und Eduard Strauss II intensivierte sich, und Staude setzte das Ehepaar Eduard und Elisabeth Strauss als Alleinerb*innen ein. Ab August 1966 befand sich Johanna Staude in Pflege im Psychiatrischen Krankenhaus Lainz, Baumgartner Höhe, wo sie am 2. Juli 1967 verstarb.[8]

    Zur Entstehung des Bildnisses

    Im Nachlass von Johanna Staude fand sich unter anderem die Fotografie einer Zeichnung Klimts von Staude, an deren Rand Peter Altenberg einen Nachruf auf Klimt geschrieben hatte. Das Original der Zeichnung samt Altenberg-Autograf befand sich lange Zeit in US-amerikanischem Privatbesitz und gelangte 2023 wieder in den Kunsthandel (Abb. 3).[9] Es handelt sich dabei um eine von fünf bekannten Vorstudien für Klimts Gemälde von Johanna Staude.[10] Auf der Rückseite dieser Fotografie, die sichtbar älteren Datums ist, finden sich handschriftliche Notizen, konkret eine Liste von Datumsangaben (Abb. 4). Der Zeitpunkt dieser Angaben sowie die beigefügten Notizen lassen mit ziemlicher Sicherheit darauf schließen, dass es sich hierbei um eine von Johanna Staude eigenhändig und aus der Erinnerung heraus vorgenommene Protokollierung ihrer Verabredungen mit Gustav Klimt handelt.

    Demnach besuchte Johanna Staude Klimt zweimal im Oktober 1917, sieben Mal im November 1917, sieben Mal im Dezember 1917 und dann noch einmal am 9. Jänner 1918. Nur zwei Tage später, am 11. Jänner, erlitt Klimt einen Hirnschlag, an dessen Folgen er einen Monat später starb. Die Vermutung liegt nahe, dass der Grund für diese auffallend häufigen, in kurzen Abständen erfolgten Zusammentreffen von Staude und Klimt die Sitzungen für ihr Porträt waren. Somit hätte Klimt in nicht weniger als 17 Sitzungen an dem Bildnis gearbeitet, die zahlreichen Vorstudien auf Papier sind hier wohl mit eingerechnet. Neben weiteren handschriftlichen Vermerken findet sich auch die Angabe, dass Staude am 12. und am 13. Jänner, also unmittelbar nach Klimts Schlaganfall und der Verbringung ins Krankenhaus, dessen Schwestern getroffen habe. Dies lässt darauf schließen, dass Staude mit den Schwestern Hermine und Klara, die damals in Gustav Klimts Haushalt wohnten, einen vertrauten Umgang gehabt hatte, und würde wohl auch die Erklärung dafür liefern, wie Staude in den Besitz ihres Bildnisses gelangt war. Möglicherweise hatten ihr die Schwestern das Bild geschenkt, denn eine Bezahlung hätte sich Johanna Staude sicher nicht leisten können, vielleicht hatte ihr bereits Klimt selbst das Bild überlassen. Dies erklärt, weshalb das Bildnis nicht in den von Gustav Nebehay verwalteten Nachlass Klimts gelangt ist und nicht in der von Nebehay 1919 veranstalteten Nachlassauktion angeboten wurde.[11]

    Stilistische Einordnung

    Klimt zeigt Johanna Staude in strenger Frontalität und bezieht ihren Oberkörper bis etwa zur Taille in die Ansicht mit ein. Ein solcher Ausschnitt samt frontaler Wiedergabe der dargestellten Person ist bei Klimt fast singulär. Er findet sich lediglich ein weiteres Mal, nämlich bei dem gleichfalls sehr späten Damenbildnis en face (Abb. 5). [12] Dieses Werk ist allerdings in großen Teilen nicht ausgeführt, lediglich das Gesicht ist gut erkennbar, während die übrigen Partien erst in Umrissen skizziert sind.

    Besonders auffällig erscheint im Bildnis von Johanna Staude das kräftige Kolorit, insbesondere der kühne Farbakkord von Blau und Orange. Damit rückt das Werk in die Nähe jener Farbexplosionen, die für die Malerei des französischen Fauvismus und des deutschen Expressionismus so charakteristisch sind.[13] Die blaue Bluse, deren All-over-Muster eine weitgehend ornamentale Fläche bildet, stellt zweifellos ein wesentliches Element des malerischen Reizes des Bildnisses dar. In Staudes Nachlass befanden sich unter anderem auch Reste des Seidenstoffs dieser Bluse. Es handelt sich dabei um den von der Wiener Werkstätte hergestellten Stoff, dessen Muster „Blätter“ Martha Alber (18931955) entworfen hatte und der ab 1910 in Produktion ging.[14] Offensichtlich hatte sich Johanna Staude damals den Stoff besorgt und die Anfertigung einer Bluse in Auftrag gegeben oder die Bluse möglicherweise sogar selbst geschneidert. Ein vergleichbares Kleidungsstück aus demselben Seidenstoff konnte vom Belvedere 2012 aus Wiener Privatbesitz erworben werden, wobei nicht bekannt ist, ob es sich vielleicht sogar um Johanna Staudes Exemplar handelt (Abb. 6). Erstaunlich ist auf jeden Fall, dass sich der besondere Schnitt des Kleidungsstücks aus der Sammlung des Belvedere in gleicher Weise auch in Klimts Bildnis findet. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um eine Bluse, denn eine solche wird üblicherweise vorn zugeknöpft. Eine Knopfleiste fehlt aber bei Staudes Kleidungsstück, insofern sollte man dieses vielleicht eher schlicht als Oberteil bezeichnen.[16]

    Fragen zur Vollendung des Bildnisses

    In so gut wie allen Beschreibungen des Bildnisses von Johanna Staude wird angemerkt, dass das Werk nicht vollendet sei. Als Begründung werden zum einen jene Partien im Bereich der Bluse angeführt, bei denen noch die unbemalte Leinwand sichtbar ist. Zum anderen wird stets auf eine Anekdote verwiesen, der zufolge Klimt den Mund von Johanna Staude nicht zu Ende malte, weil der Meister befürchtete, dass Johanna Staude dann nicht mehr zu ihm ins Atelier kommen würde. Als Quelle dafür zitiert Christian M. Nebehay (Sohn des oben erwähnten Nachlassverwalters Klimts, Gustav Nebehay) Erich Lederer, eines der Kinder des Klimt-Sammlerpaares August und Serena Lederer, der für Nebehay als Gewährsmann für zahlreiche ähnliche Anekdoten über Klimt diente.[17] Von Johanna Staude selbst gibt es bedauerlicherweise keine Informationen zur Entstehung des Bildnisses. In Nebehays ausführlicher Dokumentation zu Klimts Biografie findet sich auch der Hinweis, dass Johanna Staude zum Zeitpunkt eines persönlichen Gesprächs, das Nebehay mit ihr im Jahr 1963 geführt hat, kein Erinnerungsvermögen mehr gehabt habe.[18]

    Generell ist bei der Beurteilung, ob ein Werk Klimts als vollendet oder unvollendet anzusehen ist, große Vorsicht geboten. Gerade bei den späten Bildern kommt es relativ häufig vor, dass zwischen den Farbflächen immer wieder die nackte Leinwand sichtbar bleibt, ohne dass die Werke deswegen als unvollendet anzusehen wären. Selbst Bilder, bei denen größere Partien nicht ausgemalt erscheinen, dürfte Klimt selbst für so „fertig“ gehalten haben, dass er sie zu Ausstellungen schickte und sogar verkaufte.[19] Zu bedenken ist auch, dass Klimt zuweilen an seinen Bildern später immer noch Veränderungen vornahm und beim Gestaltungsprozess offensichtlich zu keinem Ende fand. Angesichts der generell sehr dynamisch und offen gewählten Malweise, die das Bildnis von Johanna Staude insgesamt charakterisiert, scheint auch die Partie des Mundes, um die es in der erwähnten Anekdote im Speziellen geht, keineswegs unfertig. Und auch die nackte Leinwand, die an manchen Stellen der Bluse noch durchscheint, wirkt im Kontext der besonderen Malweise des späten Klimt durchaus nicht so, als hätte er hier noch etwas hinzufügen wollen. Insofern ist die bisherige Deklarierung des Bildnisses von Johanna Staude als unvollendet zu hinterfragen.

    Zur Typologie des Bildnisses

    John Collins, Assistant Curator der Klimt-Ausstellung 2001 in Ottawa, beschäftigte sich eingehend mit der Frage der Typologie des Bildnisses von Johanna Staude. Unter anderem hält er fest, dass die Dargestellte als individuelle Person aus der großen Zahl der anonymen Modelle, die für Klimt posierten, heraustritt: „Johanna Staude no longer plays the fictional role of a studio model.“[20] Folgerichtig stellt sich Collins die Frage, weshalb Klimt ausgerechnet Johanna Staude ein eigenes Bildnis widmete: „It is not known why Klimt chose to paint the portrait of Johanna Staude, to single her out for posterity from among the many models he used at this time.“[21] Auch Tobias G. Natter hebt die Besonderheit des Porträtcharakters dieses Werks hervor: „Es ist eines der wenigen kleinformatigen Bildnisse, deren Modell wir namentlich kennen.“[22]

    Unbestritten ist, dass Johanna Staude selbst das Werk nicht in Auftrag gegeben haben kann. Ihre Vermögensverhältnisse hätten sicherlich nicht erlaubt, Klimt dafür ein Honorar zu zahlen – die Preise für Bildnisse aus seiner Hand waren bekanntlich sehr hoch. Vielmehr spielt eine zentrale Rolle, dass Staude als Modell für Klimt arbeitete. Somit fällt das Werk in die Kategorie jener zahlreichen Bildnisse Klimts, in denen nicht der Porträtcharakter, sondern vielmehr das extravagante modische Auftreten der Modelle im Vordergrund stand. Solche Darstellungen von „Modedamen“ finden sich in allen Schaffensperioden Klimts und bilden gleichsam eine eigene Gattung in seinem Lebenswerk.

    Tatsächlich sticht auch im Bildnis von Johanna Staude ihre modische Erscheinung sofort ins Auge, insbesondere die spektakuläre Bluse, die wie erwähnt aus einem raffiniert gemusterten Stoff der Wiener Werkstätte gefertigt war, sowie die schwarze Pelzstola, die Staude um den Hals trägt. Auch ihre Frisur wirkt erstaunlich modern. In vielen Kommentaren zum Bild wird vermutet, dass Johanna Staude bereits einen Kurzhaarschnitt trug, eine Frisur, die in den 1920er-Jahren immer mehr in Mode kam. Eine der Vorzeichnungen zum Gemälde, die die Dargestellte stärker im Profil zeigt, scheint diese Vermutung zu bestätigen.[23] Eine andere Vorzeichnung hingegen legt nahe, dass das Haar lediglich nach hinten aufgesteckt war.[24]

    Die Identität solcher „Modedamen“ hat Klimt allerdings nie deklariert. Nur in wenigen Fällen lassen sich die Modelle identifizieren, vor allem wenn es sich um Schauspielerinnen oder vergleichbare Stars der damaligen Wiener Gesellschaft handelt, was gleichfalls bei diesen Bildnissen vorkommt.[25] Hätte sich das Porträt von Johanna Staude nicht in ihrem Besitz befunden, würden wir wohl auch bei diesem Bild nichts über die dargestellte Person wissen.

     

    Anmerkungen

    Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. v. Friedrich Welz, Salzburg 1967 Kat.-Nr. 211 (Bildnis Johanna Staude, 1917/18, unvollendet); Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, WVZ-Nr. 248 (Johanna Staude, 1917, unvollendet); Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 240 (Bildnis Johanna Staude, 1917, unvollendet); Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/6499-3362 (Porträt Johanna Staude, 1917/18, unvollendet) (zuletzt besucht am 8.8.2023).

    Franz Smola, „Gustav Klimt’s Portrait of Johanna Staude (1917–1918). New Insights into the Subject and her Portrait’s Creation“, in: Belvedere Research Journal, Bd. 1, 2023, S. 57–90, https://doi.org/10.48636/brj.2023.1.101339.

    Auktion am 28.8.2019, siehe die archivierte Seite unter: https://web.archive.org/web/20231206040732/https://auctions.graysauctioneers.com/auctions/1-242MGA/fine-art-furniture-decorative-art (zuletzt besucht am 24.11.2025). Für diesen wertvollen Hinweis danke ich Evelin Saito-Lackner, Wien, ganz herzlich.

    Lot-Nr. 11 der Auktion am 28.8.2019, , siehe die archivierte Seite unter: https://web.archive.org/web/20231216142907mp_/https://auctions.graysauctioneers.com/lots/view/1-24TX9O/leopold-widliczka-widlicka-austrian-american-1870-1940-two-miniature-portraits-of-erma-widliczka-and-anton-widliczka- (zuletzt besucht am 24.11.2025).

    Bezirksgericht 5, Z1. No. 3, 600/218, Wiener Stadt- und Landesarchiv. Des Weiteren diverse Tauf- und Ehematriken im Portal Matricula Online: https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/ (zuletzt besucht am 6.9.2022). Freundliche Mitteilungen von Monika Mayer, Leiterin der Abteilung Archiv und Provenienzforschung am Belvedere, Wien, sowie von Evelin Saito-Lackner, Wien.

    Brief von Johanna Staude-Widlička an Anton Hanak aus New York, 19.8.1930, Hanak-Archiv, Langenzersdorf bei Wien; zit. in Friedrich Grassegger / Wolfgang Krug (Hg.), Anton Hanak (1875–1934), Wien / Köln / Weimar 1997, S. 141. Zit. ebenso in Tobias G. Natter / Max Hollein (Hg.), Klimt & Rodin. An Artistic Encounter (Ausst.-Kat. Fine Arts Museum of San Francisco, Legion of Honor), München et al. 2017, S. 144.

    Verlassenschaftsakt Bezirksgericht Wien Innere Stadt, Johanna Staude, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Zl. 11A 537/67.

    Mitteilung eines Sterbefalls, Nr. 5149, des Standesamts Wien-Penzing vom 4.7.1967, Verlassenschaftsakt des Bezirksgerichts Wien Innere Stadt, Johanna Staude, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Zl. 11 A 537/67. Für die Auffindung und Vermittlung dieses Dokuments danke ich Monika Mayer, Leiterin der Abteilung Archiv und Provenienzforschung am Belvedere, Wien, ganz herzlich.

    Gustav Klimt, Johanna Staude, 1917, Bleistift auf Papier, 50,1 × 32,5 cm, Privatbesitz, Courtesy Galerie St. Etienne, New York; Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, Bd. 3: 1912–1918, Salzburg 1984, S. 150, Kat.-Nr. 2726; Agnes Husslein-Arco / Jane Kallir / Alfred Weidinger (Hg.), Klimt, Schiele, Kokoschka und die Frauen (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München et al. 2015, S. 88, Taf. 34.; W&K – Wienerroither & Kohlbacher, Wien (Hg.), Gustav Klimt. Drawings, Wien 2023, S. 76–79, Nr. 26.

    Strobl 1984 (wie Anm. 9), S. 148–150, Kat.-Nrn. 2723, 2723a, 2724, 2725 und 2726.

    Gedächtnis=Ausstellung Gustav Klimt, Gustav Nebehay Kunsthandlung, Wien (Hotel Bristol, „Altes Haus“, 1. Stock), 6.2.–6.3.1919; Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/3976-3728 (zuletzt besucht am 2.1.2025).

    Weidinger/Seiser/Winkler 2007 (wie Anm. 1), WVZ-Nr. 249; Natter 2012 (wie Anm. 1), WVZ-Nr. 239.

    Siehe etwa Stephanie Auer, „Klimts Spätwerk. Die Emanzipation der Farbe“, in: Stella Rollig / Markus Fellinger / Emilie Gordenker / Edwin Becker (Hg.), Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Belvedere, Wien), München et al. 2023, S. 198–206, hier S. 202.

    Angela Völker, Textile of the Wiener Werkstätte, 1910–1932, New York 1994, S. 147–150; Christoph Thun-Hohenstein / Anne-Katrin Rossberg / Elisabeth Schmuttermeier (Hg.), Die Frauen der Wiener Werkstätte (Ausst.-Kat. MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien), Basel 2021, S. 110, 202.

    Bluse der Wiener Werkstätte. Muster „Blätter“ von Martha Alber, um 1910, Seide, 57 × 105 × 1 cm, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 10650.

    Für diesen Hinweis danke ich Marian Bisanz-Prakken, Wien, herzlich.

    Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Sein Leben nach zeitgenössischen Berichten und Quellen, München 1984, S. 270.

    Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Dokumentation, Wien 1969, S. 436.

    Dazu zuletzt etwa Markus Fellinger, „Gustav Klimts letzte Landschaften im Kontext seines unvollendeten Spätwerks“, Vortrag beim 1. Internationalen Gustav Klimt-Symposium, Villa Paulick am Attersee, gehalten am 10.6.2022.

    Colin Bailey (Hg.), Gustav Klimt. Modernism in the Making (Ausst.-Kat. National Gallery of Canada, Ottawa), New York 2001, S. 138, Kat.-Nr. 35 (John Collins)

    Ebd.

    Strobl 1984 (wie Anm. 9), S. 151, Kat.-Nr. 2724.

    Strobl 1984 (wie Anm. 9), S. 151, Kat.-Nr. 2725.

    Franz Smola, „Il Ritratto di signora di Gustav Klimt della Galleria Ricci Oddi: origine e motivi“, in: Gabriella Belli / Elena Pontiggia (Hg.), Klimt. Lʼuomo, lʼartista, il suo mondo (Ausst. Kat. Galleria dʼArte Moderna Ricci Oddi, Piacenza), Mailand 2022, S. 69–75, bes. S. 71–73.


    Abbildungen

    • Johanna Staude, Wien
    • 1963 Ankauf Johanna Staude, Wien
    Contact Provenance Research

    Exhibitions of the Belvedere

    Exhibitions

      Werkverzeichnisse

    • Johannes Dobai, Das Frühwerk Gustav Klimts, ungedruckte Diss. Universität Wien 1958, Bd. 2, WVZ-Nr. 190 (Johanna Staude, um 1917–1918 [unvollendet])
    • Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. v. Friedrich Welz, Salzburg 1967, WVZ-Nr. 211 (Bildnis Johanna Staude, 1917/18, unvollendet)
    • Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, WVZ-Nr. 248 (Johanna Staude, 1917, unvollendet)
    • Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 240 (Bildnis Johanna Staude, 1917 [unvollendet])
    • Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/6499-3362 (Porträt Johanna Staude, 1917/18, unvollendet)
    • Literatur

    • Gustav Klimt. 29 Gemälde, ausgestellt im Oberen Belvedere aus Anlaß der 100. Wiederkehr seines Geburtstages (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), Wien 1962, Kat.-Nr. 28
    • Hans Aurenhammer (Hg.), Neuerwerbungen der Österreichischen Galerie 1960–1968, Wien 1968, S. 11, Abb. 41
    • Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Dokumentation, Wien 1969, S. 436
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Isetan Museum of Art, Tokyo), Tokyo 1981, Kat.-Nr. 19
    • Robert Waissenberger (Hg.), Traum und Wirklichkeit. Wien 1870–1930 (Ausst.-Kat. Historisches Museum der Stadt Wien im Künstlerhaus), Wien 1985, Kat.-Nr. 15/5/24
    • Jean Clair (Hg.), Vienne 1880–1938. L’Apocalypse joyeuse (Ausst.-Kat. Centre Georges Pompidou Paris), Paris 1986, S. 226, Abb.
    • Kirk Varnedoe (Hg.), Vienna 1900. Art, Architecture and Design (Ausst.-Kat. The Museum of Modern Art, New York), New York 1986, Abb. S. 162
    • Susanna Partsch, Klimt. Leben und Werk, München 1990, S. 246, 263
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Palazzo Strozzi, Florenz), Florenz 1991, Kat.-Nr. 36, Abb. S. 139
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Międzynarodowe Centrum Kultury w Krakowie, Pałac Sztuki), Krakau 1992, ohne Kat.-Nr., Abb.Toni Stooss / Christoph Doswald (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich), Stuttgart 1992, S. 185, Kat.-Nr. G 57
    • Gerbert Frodl, Gustav Klimt in der Österreichischen Galerie in Wien, Salzburg 1992, S. 60
    • Christina Torra (Hg.), Viena 1900 (Ausst.-Kat. Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid), Madrid 1993, Kat.-Nr. 348, Abb. S. 195
    • Edwin Becker / Sabine Grabner (Hg.), Wien 1900. Der Blick nach innen (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Von der Heydt-Museum, Wuppertal), Amsterdam / Wuppertal / Zwolle 1997, Kat.-Nr. 41
    • Tobias G. Natter / Gerbert Frodl (Hg.), Klimt und die Frauen (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), Köln 2000, S. 142f.
    • Colin Bailey (Hg.), Gustav Klimt. Modernism in the Making (Ausst.-Kat. National Gallery of Canada, Ottawa), New York 2001, S. 138, Kat.-Nr. 35 (John Collins)
    • Tobias G. Natter / Gerbert Frodl (Hg.), Gustav Klimt und das Frauenbild in Wien um 1900 (Ausst.-Kat. Hyogo Prefectural Museum of Art, Kōbe), Kōbe 2003, Kat.-Nr. 3–4, Abb. S. 61
    • Franz Smola, „Gustav Klimt. Bildnis Johanna Staude“, in: Serge Lemoine / Marie-Amélie zu Salm-Salm (Hg.), Vienne 1900. Klimt, Schiele, Moser, Kokoschka (Ausst.-Kat. Galeries Nationales du Grand Palais, Paris), Paris 2005, S. 240f.
    • Sergio Gaddi (Hg.), Lʼabbraccio di Vienna. Klimt, Schiele e i capolavori del Belvedere (Ausst.-Kat. Villa Olmo, Como), Mailand / Wien 2008, Kat.-Nr. 39, Abb. S. 127
    • Jane Kallir (Hg.), Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk (Ausst.-Kat. Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul), München et al. 2009, Kat.-Nr. 30, Abb. S. 92
    • Christian Witt-Dörring / Paul Asenbaum (Hg.), Vienna. Art & Design – Klimt, Schiele, Hoffmann, Loos (Ausst.-Kat. National Gallery of Victoria, Melbourne), Melbourne 2011, S. 248f. (Stephanie Auer)
    • Agnes Husslein-Arco / Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt. 150 Jahre (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2012, S. 268f., Kat.-Nr. 97 (Alfred Weidinger)
    • Tobias G. Natter / Max Hollein (Hg.), Klimt & Rodin. An Artistic Encounter (Ausst.-Kat. Fine Arts Museum of San Francisco, Legion of Honor, San Francisco), München et al. 2017, S. 144f.
    • Stella Rollig / Alexander Klee (Hg.), Klimt ist nicht das Ende. Aufbruch in Mitteleuropa (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien; BOZAR Brüssel), München et al. 2018, Taf. S. 65
    • Christoph Thun-Hohenstein / Anne-Katrin Rossberg / Elisabeth Schmuttermeier (Hg.), Die Frauen der Wiener Werkstätte (Ausst.-Kat. MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien), Basel 2021, Kat.-Nr. 24, S. 110
    • Maria Vittoria Marini Clarelli, „Klimt alla Biennale di Venezia“, in: dies. / Franz Smola / Sandra Tretter (Hg.), Klimt. La Secessione e l’Italia (Ausst.-Kat. Museo di Roma, Palazzo Braschi, Rom), Mailand 2021, Kat.-Nr. XIV.9, Abb. S. 348
    • Stephanie Auer, „Klimts Spätwerk. Die Emanzipation der Farbe“, in: Stella Rollig / Markus Fellinger / Emilie Gordenker / Edwin Becker (Hg.), Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Belvedere, Wien), München et al. 2022, S. 202, 220, 222
    • Franz Smola, „Gustav Klimt’s Portrait of Johanna Staude (1917–1918). New Insights into the Subject and her Portrait’s Creation“, in: Belvedere Research Journal, Bd. 1, 2023, S. 57–90, https://doi.org/10.48636/brj.2023.1.101339 (zuletzt besucht am 27.10.2025)
    • Stella Rollig / Sergey Harutoonian (Hg.), Amoako Boafo. Proper Love (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Köln 2024, S. 156, Taf. S. 42
    • Gustav Klimt. An Exhibition, Isetan Museum of Art, Tokyo 29.1.–24.2.1981
    • Traum und Wirklichkeit. Wien 1870–1930, Historisches Museum der Stadt Wien im Künstlerhaus, Wien 28.3.–6.10.1985
    • Vienne 1880–1938. Naissance d’un siècle, Centre Pompidou Paris, 13.2.–5.5.1986
    • Vienna 1900: Art, Architecture and Design, Museum of Modern Art, New York 3.7.–21.10.1986
    • Gustav Klimt, Palazzo Strozzi, Florenz 30.11.1991–8.3.1992
    • Gustav Klimt, Kunsthaus Zürich 11.9.–13.12.1992
    • Viena 1900, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid 6.10.1993–17.1.1994
    • Wien 1900. Der Blick nach innen, Van Gogh Museum, Amsterdam 1.3.–15.6.1997
    • Wien 1900. Der Blick nach innen, Von der Heydt-Museum, Wuppertal 13.7.–5.10.1997
    • Gustav Klimt. Modernism in the Making, National Gallery of Canada, Ottawa 15.6.–16.9.2001
    • Gustav Klimt und das Frauenbild in Wien, Hyogo Prefectural Museum of Art, Kōbe 28.6.–21.9.2003
    • Vienne 1900. Klimt, Schiele, Moser, Kokoschka, Galeries Nationales du Grand Palais, Paris 3.10.2005–23.1.2006
    • Österreich 1900–2000. Konfrontationen und Kontinuitäten, Sammlung Essl, Klosterneuburg 17.2.–21.5.2006
    • L’abbraccio di Vienna. Klimt, Schiele e i capolavori del Belvedere, Villa Olmo, Como 15.3.–20.7.2008
    • Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk, Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul 1.2.–15.5.2009
    • Vienna. Art & Design – Klimt, Schiele, Hoffmann, Loos, National Gallery of Victoria, Melbourne 18.6.–9.10.2011
    • Klimt & Rodin. An Artistic Encounter, Fine Arts Museum of San Francisco, Legion of Honor, San Francisco 14.10.2017–28.1.2018
    • Die Frauen der Wiener Werkstätte, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien 21.4.–3.10.2021
    • Klimt. La Secessione e l’Italia, Museo di Roma, Palazzo Braschi, Rom 27.10.2021–27.3.2022
    • Golden Boy Gustav Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse …, Van Gogh Museum, Amsterdam 7.10.2022–8.1.2023
    • Moderne Blicke, Staatsgalerie Stuttgart 24.11.2023–17.3.2024
    • Modigliani. Moderne Blicke, Museum Barberini, Potsdam 27.4.2024–18.8.2024