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After the Rain

The image depicts a landscape with a meadow surrounded by trees. On the meadow, various animals are depicted, casually roaming in the surroundings. The animals appear to be chickens, resting on the grass. Some are grouped together while others stand or wander alone. In the foreground, small flowers are visible, decorating the ground, and there are posts that may represent some kind of boundary.

[AI-generated with ChatGPT]
After the Rain
The image depicts a landscape with a meadow surrounded by trees. On the meadow, various animals are depicted, casually roaming in the surroundings. The animals appear to be chickens, resting on the grass. Some are grouped together while others stand or wander alone. In the foreground, small flowers are visible, decorating the ground, and there are posts that may represent some kind of boundary.

[AI-generated with ChatGPT]
Gustav Klimt, Nach dem Regen, 1898, Öl auf Leinwand, 80 × 40 cm, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 374
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung/ kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung.
  • After the Rain

  • Obstbäume mit Hühnern in St. Agatha bei Steeg am Hallstätter See
  • Date1898
  • Artist Gustav Klimt (1862 Wien – 1918 Wien)
  • Object typePainting
  • MediumOil on canvas
  • Dimensions
    80 × 40 cm
  • SignatureBez. rechts unten: GUSTAV / KLIMT
  • Inventory number374
  • Location Currently not on display
  • Credit Line1900 Ankauf Secession, Wien
  • Gustav Klimt spent his first summer vacation in the Salzkammergut region in August 1898. He resided for several weeks at Sankt Agatha near Steeg on Hallstatt Lake in the company of the Flöge family. During his stay, he created four landscape paintings, including After the Rain. Even in these early landscapes, Klimt’s soft brushwork, conveying a fleeting impression, attests that he was particularly influenced by the style of the French Impressionists. The artist also drew inspiration from Japanese woodblock prints. After the Rain was the first work by Klimt to enter the collection in 1900, three years before the opening of the Moderne Galerie at the Lower Belvedere.
  • Essay

    Bauerngarten mit Sonnenblumen
    Franz Smola ORCID logo

    Lokalisierung und Datierung

    Gustav Klimt fand das Motiv für sein Gemälde Bauerngarten mit Sonnenblumen[1] nicht in Wien, sondern am Ufer des Attersees, wohin es ihn regelmäßig in den Sommermonaten zog. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Emilie Flöge und deren Familie reiste er von 1900 bis 1916 jeden Sommer in diese Gegend. Mit Ausnahme des Jahres 1913, in dem nur ein Kurzbesuch belegt ist, dauerten diese Aufenthalte am Attersee zwischen drei und neun Wochen, meistens von Mitte/Ende Juli bis in die zweite Septemberwoche hinein. Dabei blieb der Maler nicht nur der Region treu, sondern schätzte die Regelmäßigkeit auch hinsichtlich seines Quartiers. In den ersten Jahren wohnte er in Litzlberg, von 1908 bis 1912 in Kammer und von 1914 an in Weißenbach, alles Orte, die unmittelbar am Ufer des prachtvollen Sees gelegen sind.[2]

    So klar die Lokalisierung für das Motiv von Bauerngarten mit Sonnenblumen ist, so unterschiedlich ist bisher in der Forschung die Frage beantwortet worden, in welchem Sommer Klimt das Bild gemalt hat. In dem 1967 von Fritz Novotny und Johannes Dobai erstellten Werkverzeichnis von Klimts Gemälden wird es um 1905/06 datiert, während die jüngeren Werkverzeichnisse, nämlich jenes von Alfred Weidinger von 2007 und jenes von Tobias G. Natter von 2012, es in das Jahr 1908 datieren. Einen großen Schritt zu mehr Gewissheit ermöglichte ein im Frühjahr 2022 von Markus Fellinger aufgefundener historischer Zeitungsartikel aus dem Jahr 1906, dessen Beschreibung eindeutig genug ist, um sie dem Bild Bauerngarten mit Sonnenblumen zuordnen zu können. In dem von Markus Fellinger entdeckten Artikel in der Wiener Tageszeitung Die Zeit vom 25. Dezember 1906 beschreibt ein*e anonyme*r Rezensent*in nämlich jüngste Werke von Gustav Klimt, die sie*er vermutlich anlässlich eines Besuchs in dessen Atelier gesehen hatte. Darin wird unter anderem auch ein „Bauerngarten“ erwähnt und dessen Motive auf eine Weise näher beschrieben, dass nur das Gemälde Bauerngarten mit Sonnenblumen gemeint sein kann.[3] Daher dürfte Klimt mit der Arbeit am Bild spätestens im Sommer desselben Jahres, also 1906, begonnen haben.

    Somit ist die Datierung des Gemäldes gegenüber den Angaben in den rezenteren Klimt-Werkverzeichnissen um drei Jahre vorzuverlegen. Dies ermöglicht aber auch eine exakte Lokalisierung des Motivs. Denn die Sommer der Jahre bis einschließlich 1907 wohnte Klimt im Brauhof in Litzlberg. In dessen unmittelbarer Nähe befand sich ein Blumengarten, der zum Anwesen des Bauernhofs von Anton Mayr gehörte.[4] Ebendiesen Garten dürfte Klimt in Bauerngarten mit Sonnenblumen festgehalten und dort auch die Motive für zwei weitere Gemälde vorgefunden haben, auf die im Folgenden noch einzugehen ist.

    Kompositorische Besonderheiten

    So kunstvoll und stilisiert die Ansichten aus der Region rund um den Attersee auf den ersten Blick wirken mögen, hielt sich Klimt doch stets sehr nah an das konkrete Naturvorbild. Wir wissen von Klimts eigenen Berichten, dass er keine Mühen scheute, die großen Leinwände im Freien aufzustellen, und unmittelbar vor dem jeweiligen Motiv malte.[5] Konnte er ein Bild während des Sommeraufenthalts nicht fertigstellen, nahm er es nach Wien mit, um es dort im Atelier zu vollenden. Gezeichnete Vorstudien, wie sie für Klimts Bildnisse und allegorische Darstellungen eine Selbstverständlichkeit waren und heute noch in großer Zahl erhalten sind, fehlen bei den Landschaftsmotiven erstaunlicherweise nahezu völlig. Dies spricht dafür, dass Klimt die Motive spontan ausgewählt und ohne lange Vorarbeiten direkt auf die Leinwand gebannt hat. Lediglich bei den Blumenbildern finden sich in einem späten Skizzenbuch kleinformatige Studien für einzelne Blumen, die allerdings keine Studien für die gesamte Bildkomposition darstellen (Abb. 1) (Abb. 2).

    Bauerngarten mit Sonnenblumen erscheint vor allem deswegen bemerkenswert, weil Klimt hier keinen Blick in die Landschaft rund um den Attersee, in einen Wald, über eine Obstwiese, auf den See zeigt, also keine Motive, wie er sie sonst so häufig gewählt hat. Diesmal suchte er sich Blumen aus, die er nahsichtig wiedergab. Eigentlich könnte man Klimts Bauerngarten mit Sonnenblumen auch als stilllebenartiges Blumenstück bezeichnen, ein für Klimt, der nie Stillleben gemalt hat, gänzlich außergewöhnliches Motiv.

    Wie bei allen seit 1899 entstandenen Natur- und Landschaftsbildern verwendete Klimt auch bei Bauerngarten mit Sonnenblumen eine quadratische Leinwand. Vermutlich hatte er sich wie so oft bei seiner Motivsuche auch hierbei einer selbst angefertigten quadratischen Rahmenschablone aus Karton bedient, die ihm dabei half, von vornherein eine Komposition zu finden, die sich in das vorgegebene quadratische Bildformat optimal einfügen würde.[6]

    Noch näher als bei anderen Natur- und Landschaftsausschnitten rückt Klimt hier seinen Blickpunkt an das Motiv heran, sodass die Blumen die gesamte Bildfläche bedecken, ohne irgendeine Tiefenräumlichkeit zu suggerieren. Zudem vermeidet er trotz der Wiedergabe der reichen vegetabilen Vielfalt jegliche kontrastierenden Licht- und Schatteneffekte. Damit erzeugt Klimt den Eindruck eines textilen floralen Flächenmusters. Genau dies empfanden auch seine Zeitgenoss*innen. So bemerkte die anonyme Stimme in dem bereits erwähnten Artikel in Die Zeit vom 25. Dezember 1906 zu Bauerngarten mit Sonnenblumen: „Das dritte ein Bauerngarten: wundervoll stilisiert, beinahe als idealer Teppich gedacht und dabei von höchstem Reiz harmonischer Farbwirkung, zu der diese ‚gewöhnlichen‘ Blumen – Sonnenblumen, Aurikeln usw. – vereint sind.“[7]

    Ähnlich formulierte auch Günther Freiberg in der Schlesischen Zeitung anlässlich einer Besprechung der Kunstschau 1908: „Die Blumenstücke muten an wie grell gemusterte Teppiche, aus denen ein Stück herausgeschnitten und eingerahmt wurde.“[8] Aufgrund der Radikalität, mit der Klimt in jenen Jahren jegliche Tiefenräumlichkeit in seinen Landschaftsbildern eliminierte, lassen sich diese Werke trotz der motivischen Unterschiedlichkeit auch mit den zeitgleich entstandenen Figurendarstellungen vergleichen. Denn auch die Kompositionen seiner damals gemalten Porträts und Allegorien weisen vergleichbare seichte Raumbühnen auf, und speziell in den Hintergründen tauchen häufig orthogonale Flächenmuster auf. Diese Werke fallen zugleich in Klimts sogenannte „Goldene Periode“ zwischen 1901 und 1909, in der seine berühmten, mit Blattgold angereicherten Goldbilder entstanden. Die auffälligen Goldpartien verstärken den Eindruck eines mosaikhaften Flächenmusters, dem man in abgewandelter Weise auch in Bauerngarten mit Sonnenblumen begegnet.

    Weitere Blumendarstellungen von Gustav Klimt

    Neben dem Gemälde Bauerngarten mit Sonnenblumen widmete sich Klimt nur noch in zwei weiteren Fällen exklusiv der Darstellung von Blumen. Dazu zählt zum einen das Gemälde Bauerngarten (Abb. 3).[9] Da Klimt in diesem Werk eine ganz ähnliche Bildkomposition wählte, überdies mit sehr ähnlichen Blumen, und da das Gemälde zudem annähernd zur selben Zeit entstand wie Bauerngarten mit Sonnenblumen, war die Gefahr der Verwechslung von Bauerngarten und Bauerngarten mit Sonnenblumen in der Klimt-Forschung stets groß.

    Eine offene Frage war etwa lange Zeit, welches der beiden Bilder in der legendären Kunstschau Wien 1908 zu sehen gewesen war, das im Katalog der Ausstellung lediglich unter dem Titel Bauerngarten angeführt ist. Sowohl Alfred Weidinger als auch Tobias G. Natter schließen in ihren Werkverzeichnissen der Gemälde Klimts die Möglichkeit nicht aus, dass nicht Bauerngarten mit Sonnenblumen, sondern Bauerngarten in der Kunstschau 1908 ausgestellt war. Die Klärung brachte eine historische Aufnahme, angefertigt von Moriz Nähr, die einen Einblick in den Klimt-Saal der Kunstschau 1908 zeigt und an deren rechtem Rand, etwas abgeschnitten, ein Gemälde zu sehen ist, das ziemlich eindeutig als Bauerngarten mit Sonnenblumen identifizierbar ist (Abb. 4), erkennbar an den beiden weiß leuchtenden Schafgarben im unteren Bereich, die es im Schwesternbild Bauerngarten nicht gibt.

    Möglicherweise ist diese historische Aufnahme erst im Zuge der Vorarbeiten für die 2008/09 im Belvedere gezeigte Ausstellung Gustav Klimt und die Kunstschau 1908 entdeckt worden. Denn im Katalog zu dieser Schau wird das Werk Bauerngarten mit Sonnenblumen bereits ohne jegliche Einschränkung der Kunstschau 1908 zugewiesen.[10] Nachdem somit feststeht, dass Bauerngarten mit Sonnenblumen in der Kunstschau 1908 gezeigt wurde, kann es sich bei dem Werk in der nachfolgenden Ausstellung, der Internationalen Kunstschau von 1909, in der laut Katalog gleichfalls ein „Bauerngärtchen“ zu sehen war, wohl nur um das Schwesternbild Bauerngarten gehandelt haben.[11] Denn die Auswahl der Klimt-Arbeiten in der Kunstschau von 1908 und in jener von 1909 sollte verständlicherweise jeweils unterschiedlich sein, es würde wenig Sinn ergeben, hätte Klimt Bauerngarten mit Sonnenblumen in beiden Kunstschau-Präsentationen gezeigt.

    Eine dritte prominente Blumendarstellung zeigt Klimt schließlich im Gemälde Sonnenblume (Abb. 5).[12] Hier ist die Gefahr der Verwechslung mit den anderen beiden Blumenbildern weniger groß, denn die Komposition weicht erheblich ab. In Sonnenblume präsentiert Klimt die Blumen nicht naturnah, wie sie zufällig in Gruppen wachsen, sondern arrangiert sie nach einer präzisen Choreografie. In der Bildmitte ragt eine große Sonnenblume zentral und dominant empor. Weitere Blumen oder, genauer gesagt, Bündel von Blüten und Blütensträuchern wachsen exakt unter oder vor der Sonnenblume empor, sodass sie für diese optisch gleichsam einen Sockel bilden. Klimt schafft hier von einem naturnahen Gartenmotiv ausgehend eine wohlkalkulierte, stilisierende Komposition.

    Peter Altenberg

    Klimts Blumendarstellungen regten die Rezensent*innen der Tagespresse oft zu erstaunlich poetischen Beschreibungen an, wie die oben angeführten Passagen aus Zeitungsartikeln exemplarisch zeigen, denen noch zahlreiche weitere anzufügen wären. Auch Schriftsteller*innen, allen voran Peter Altenberg, wurden von Klimts Naturdarstellungen zu nahezu hymnischen Versen inspiriert. So hob Altenberg, der mit Klimt auch persönlich gut bekannt war, in seiner Vorrede, die er für das vom Verlag Hugo Heller & Cie. 1918 neu aufgelegte Mappenwerk mit Reproduktionen von Klimts Gemälden verfasste, das Motiv der Bauerngärten besonders hervor: „Deine Bauern-Garten-Landschaften mit hunderttausend Blüthen und einer riesigen Sonnenblume sind die idealste Verbindung von Naturalismus und Romantik!“[13] In ähnlicher Weise feierte Altenberg die Schönheit der „Bauerngärten“ in einer wohl zur selben Zeit verfassten Eloge, die er am Rand einer Zeichnung anfügte, in der Klimt sein Modell Johanna Staude porträtiert hatte[14]: „Gustav Klimt, den Idealen der Natur bist Du, fast eigentlich / unbewußt, nahegerückt, und selbst Deine einfachen eigentlich adeligen / Bauerngärten mit Sonnenblumen und Unkraut enthielten / einen Hauch der Poesie des Schöpfers! So hieltest Du Dich auch allmählig / abseits von den Menschen, die dafür keinerlei Verständnis haben! Gustav Klimt, Du warst ein Mensch!!! RE [Richard Engländer] Peter Altenberg, 21.2.1918“.[15] Altenberg war nicht nur mit Klimt, sondern auch mit Johanna Staude befreundet. Staude, in deren Besitz sich die Zeichnung Klimts befunden hatte, dürfte wohl den Literaten um diese Wortspende gebeten haben.[16]

    Wiener Blumenmalerei um 1900

    Unbestritten ragt Bauerngarten mit Sonnenblumen gemeinsam mit den anderen beiden Blumenbildern aus den rund fünfzig Gemälden heraus, in denen sich Klimt landschaftlichen Motiven im weiteren Sinn gewidmet hat. Doch so radikal Klimts Blumendarstellungen in kompositorischer und gestalterischer Hinsicht auch sind, das Motiv selbst war keinesfalls neu. Besonders in der österreichischen Malerei um 1900 genossen Blumenbilder besondere Aufmerksamkeit. Höchst originelle und neue Lösungen fanden etwa Malerinnen, die es geschafft hatten, sich innerhalb der von Männern dominierten Szene Rang und Ansehen zu verschaffen. Zu ihnen zählen unter anderen Tina Blau, Marie Egner und Olga Wisinger-Florian. Sie kamen alle aus dem Umkreis des Landschaftsmalers Emil Jakob Schindler und widmeten sich gleichfalls dem Genre der Landschaft, zusätzlich aber auch der Blumenmalerei. Egner und Wisinger-Florian entwickelten unter anderem sogenannte Blumenlandschaften, wobei die Pflanzen im Bildvordergrund zunächst nahsichtig erscheinen, dann aber rasch einen räumlichen Tiefensog entwickeln und im Bildhintergrund in einem prachtvollen Blumenfeld enden (Abb. 6).[17]

    Tatsächlich finden sich auch bei Klimt in späteren Jahren ähnliche Kompositionen, etwa im Bild Italienische Gartenlandschaft, entstanden 1913 (Abb. 7), das den Blick stark in die Tiefe des Horizonts lenkt.[18] Doch in seinem 1906 entstandenen Bauerngarten mit Sonnenblumen und in den beiden anderen Blumendarstellungen eliminierte Klimt jeglichen Ansatz von Tiefenräumlichkeit und schuf dadurch Werke, die zu seinen radikalsten Bildfindungen zählen.

     

    Anmerkungen

    Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. von Friedrich Welz, Salzburg 1967, WVZ-Nr. 145 (Bauerngarten mit Sonnenblumen [Die Sonnenblumen, Brauhausgarten in Litzlberg am Attersee], um 1905/06); Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, WVZ-Nr. 190 (Bauerngarten mit Sonnenblumen, 1908); Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 180 (Bauerngarten mit Sonnenblumen, 1908); Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/3981-9660 (Bauerngarten mit Sonnenblumen, 1906) (zuletzt besucht am 8.8.2023).

    Zur ausführlichen Dokumentation von Klimts Aufenthalten am Attersee siehe Sandra Tretter / Peter Weinhäupl (Hg.), Gustav Klimt. Florale Welten, Wien 2019.

    Anonym, „Neue Arbeiten von Gustav Klimt“, in: Die Zeit, 25.12.1906, S. 5. Für diesen Hinweis sei Markus Fellinger, Belvedere, Wien, ganz herzlich gedankt.

    Weidinger/Seiser/Winkler 2007 (wie Anm. 1), S. 284.

    Brief von Gustav Klimt aus Litzlberg am Attersee an Marie Zimmermann, 17.8.1902; zit. in „Zitate und Bilder“, bearbeitet von Franz Smola, in: Tobias G. Natter / Franz Smola / Peter Weinhäupl (Hg.), Klimt persönlich. Bilder – Briefe – Einblicke (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien), Wien 2012, S. 213.

    Sandra Tretter / Peter Weinhäupl, „,Ich sehne mich hinaus wie noch nie‘. Klimts Sommerfrische am Attersee“, in: Tobias G. Natter / Franz Smola / Peter Weinhäupl (Hg.), Klimt persönlich. Bilder – Briefe – Einblicke (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien), Wien 2012, S. 68.

    Anonym 1906 (wie Anm. 3), S. 5.

    Günther Freiberg, „Wiener Kunstschau“, in: Schlesische Zeitung, 1.7.1908; zit. in Natter 2012 (wie Anm. 1), S. 609.

    Weidinger/Seiser/Winkler 2007 (wie Anm. 1), Nr. 183; Natter 2012 (wie Anm. 1), Nr. 173.

    Agnes Husslein-Arco / Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt und die Kunstschau 1908 (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München u. a. 2008, S. 285.

    Internationale Kunstschau (Ausst.-Kat. Ausstellungsbau Lothringerstraße, Wien), Wien 1909, Raum 22, Nr. 5.

    Weidinger/Seiser/Winkler 2007 (wie Anm. 1), Nr. 181; Natter 2012 (wie Anm. 1), Nr. 171. Siehe dazu auch: Franz Smola, „Gustav Klimt, Sonnenblume“, https://sammlung.belvedere.at/objects/21865/sonnenblume (zuletzt besucht am 1.7.2026).

    Altenbergs Text wurde in Form eines handgeschriebenen Faksimiles der Mappe beigelegt: Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, https://gkdb.link/3576-4965 (zuletzt besucht am 28.7.2023).

    Gustav Klimt, Johanna Staude, 1917, Bleistift auf Papier, 50,1 × 32,5 cm, Privatbesitz, Courtesy Galerie St. Etienne, New York; Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, Bd. 3: 1912–1918, Salzburg 1984, S. 150, Nr. 2726; Agnes Husslein-Arco / Jane Kallir / Alfred Weidinger (Hg.), Klimt, Schiele, Kokoschka und die Frauen (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), München et al. 2015, S. 88, Taf. 34.

    Zit. nach Dobai 1967 (wie Anm. 1), S. 392.

    Franz Smola, „Gustav Klimtʼs Portrait of Johanna Staude (1917–1918). New Insights into the Subject and her Portraitʼs Creation“, in: Belvedere Research Journal, Bd. 1, 2023, S. 57–90, hier S. 76, https://doi.org/10.48636/brj.2023.1.101339.

    Franz Smola, „Die Erfindung der Blumenlandschaft. Pleinairistische Blumenbilder um 1900 von Olga Wisinger-Florian und Marie Egner“, in: Stella Rollig / Rolf Johannsen (Hg.), Sag’s durch die Blume! Wiener Blumenmalerei von Waldmüller bis Klimt (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2018, S. 147–157.

    Weidinger/Seiser/Winkler 2007 (wie Anm. 1), Nr. 215; Natter 2012 (wie Anm. 1), Nr. 206.


    Abbildungen

    • 1900 Ankauf Secession, Wien
    Further Notes

    Franz Smola ORCID logo und Monika Mayer ORCID logo


    Das Ministerium für Kultus und Unterricht erwarb das Gemälde aus der VII. Ausstellung der Wiener Secession im Frühjahr 1900 um 1.000 Kronen. Der Ankauf des Bildes Nach dem Regen bedeutete für Klimt die erste Erwerbung eines seiner Gemälde durch eine öffentliche Institution.


    Nach dem Regen war somit eines jener Bilder, die die 1903 eröffnete Moderne Galerie, die spätere Österreichische Galerie, im Unteren Belvedere präsentierte.[1] Des Weiteren waren dort von Klimt noch dessen Bild Am Attersee, 1901 vom Ministerium angekauft[2], sowie dessen Gemälde Josef Lewinsky als Carlos in Clavigo, 1902 vom Ministerium erworben[3], zu sehen.[4]


     


    Anmerkungen


    Zur Gründung der Modernen Galerie siehe etwa Christian Huemer, „Ein Schloss als ‚Asyl‘ für die Moderne“, in: Christian Huemer / Stella Rollig (Hg.), Das Belvedere. 300 Jahre Ort der Kunst, Berlin / Boston 2023, S. 179–191.

    Leopold Museum, Wien, Inv.-Nr. 4148.

    Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 494.

    Detaillierte Einblicke in die Anfänge der Modernen Galerie liefert auch Cäcilia Ute Regula Henrichs, Die Moderne Galerie im Belvedere 1903–1938, Diss. Univ. Wien 2021.

    Contact Provenance Research

    Exhibitions of the Belvedere

    Exhibitions

    • VII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Secession, Secession, Wien 9.3.–6.6.1900
    • 91. Ausstellung des steiermärkischen Kunstvereins in Graz. Weihnachtsausstellung, Graz 16.12.1900 – 27.01.1901
    • Gustav Klimt. Ausstellung (Gedächtnisausstellung), Ausstellungshaus Friedrichstraße (Secession), Wien 7.2.–14.3.1943
    • Wien um 1900, Secession, Wien 5.6.–30.8.1964
    • Le arti a Vienna. Dalla secessione alla caduta dellʼImperio Asburgico, Palazzo Grassi, Venedig 20.3.–16.9.1984
    • Otto Kallir-Nirenstein. Ein Wegbereiter österreichischer Kunst, Historisches Museum der Stadt Wien 20.2.–27.4.1986
    • Gustav Klimt, Palazzo Strozzi, Florenz 30.11.1991–8.3.1992
    • Gustav Klimt, Międzynarodowe Centrum Kultury w Krakowie, Pałac Sztuki, Krakau 9.6.–12.7.1992
    • Rémy Zaugg, Secession, Wien 22.12.1992–24.1.1993
    • Klimt, Kokoschka, Schiele. Dallʼart nouveau allʼespressionismo, Complesso del Vittoriano, Rom 6.10.2001–3.2.2002
    • Klimt – Schiele – Kokoschka: Lʼetà dʼoro di Vienna con i suoi maestri, Civico Museo Revoltella / Galleria dʼArte Moderna, Triest 8.2.–21.4.2002
    • Lʼabbraccio di Vienna. Klimt, Schiele e i capolavori del Belvedere, Villa Olmo, Como 15.3.–20.7.2008
    • Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk, Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul 1.2.–15.5.2009
    • Klimt. Alle origini di un mito, Palazzo Reale, Mailand 12.3.–13.7.2014
    • Gustav Klimt: Vienna – Japan 1900, Tokyo Metropolitan Art Museum, Tokyo 23.4.–10.7.2019
    • Gustav Klimt: Vienna – Japan 1900, Toyota Municipal Museum of Art, Toyota 23.7.–14.10.2019
    • Klimt. La Secessione e lʼItalia, Museo di Roma, Palazzo Braschi, Rom 27.10.2021–27.3.2022
    • Klimt. Lʼuomo, lʼartista, il suo mondo, Galleria dʼArte Moderna Ricci Oddi / XNL, Piacenza 12.4.–24.7.2022
    • Secessionen. Klimt – Stuck – Liebermann, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, Berlin 22.6.–22.10.2023

      Werkverzeichnisse

    • Marie-José Liechtenstein, „Gustav Klimt und seine oberösterreichischen Salzkammergutlandschaften“, in: Oberösterreichische Heimatblätter, 5. Jg., Heft 3/4, JuliDezember 1951, S. 118, WVZ- 3 (Nach dem Regen, 1898)
    • Johannes Dobai, Das Frühwerk Gustav Klimts, ungedruckte Diss. Universität Wien 1958, Bd. 2, WVZ-Nr. 82 (Nach dem Regen [Garten mit Hühnern in St. Agatha], 1898)
    • Johannes Dobai, „Œuvrekatalog der Gemälde“, in: Fritz Novotny / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. von Friedrich Welz, Salzburg 1967, WVZ- 107 (Nach dem Regen [Garten mit Hühnern in St. Agatha], 1899)
    • Alfred Weidinger / Michaela Seiser / Eva Winkler, „Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes“, in: Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt, München et al. 2007, S. 260f., WVZ-Nr. 124 (Nach dem Regen [Garten mit Hühnern in St. Agatha], 1898)
    • Tobias G. Natter (Hg.), Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WVZ-Nr. 111 (Nach dem Regen [Garten mit Hühnern in St. Agatha], 1898)
    • Klimt-Foundation, Wien (Hg.), Gustav Klimt-Database, 2022 – laufend, https://gkdb.link/6557-4516 (Nach dem Regen [Garten mit Hühnern in St. Agatha], 1898)
    • Literatur

    • Katalog der VII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Secession (Ausst.-Kat. Secession, Wien), Wien 1900, Kat.-Nr. 125 (Nach dem Regen)
    • Ver Sacrum, 3. Jg., Heft 12, 1900, S. 186 („Liste der verkauften Gemälde“)
    • Grazer Volksblatt, 13.12.1900, S. 3
    • Katalog der Modernen Galerie in Wien (Ausst.-Kat. Moderne Galerie, Wien), Wien 1903, Kat.-Nr. 161
    • Ludwig Hevesi, „ Frühjahrsausstellung“ (8.3.1900), in: ders., Acht Jahre Secession (März 1897 – Juni 1905). Kritik – Polemik – Chronik, Wien 1906, S. 234
    • Moderne Galerie in der Orangerie der Österreichischen Galerie Belvedere (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie, Wien), hg. von Verein der Museumsfreunde in Wien, Wien 1929, Kat.-Nr. 67
    • Emil Pirchan, Gustav Klimt. Ein Künstler aus Wien, Wien / Leipzig 1942, Abb. 88 (Garten mit Hühnern in St. Agatha)
    • Gustav Klimt. Ausstellung (Ausst.-Kat. Ausstellungshaus Friedrichstraße [Secession], Wien), Wien 1943, Kat.-Nr. 28
    • Marie-José Liechtenstein, „Gustav Klimt und seine oberösterreichischen Salzkammergutlandschaften“, in: Oberösterreichische Heimatblätter, 5. Jg., Heft 3/4, JuliDezember 1951, S. 108, Abb. 13
    • Emil Pirchan, Gustav Klimt, Wien 1956 (veränderte Neuauflage), S. 52, Abb. 47
    • Franz Glück (Hg.), Wien um 1900 (Ausst.-Kat. Secession / Künstlerhaus / Historisches Museum der Stadt Wien), Wien 1964, Kat.-Nr. 34
    • Fritz Novotny, „Einführung“, in: ders. / Johannes Dobai, Gustav Klimt, hg. von Friedrich Welz, Salzburg 1967, S. 54
    • Johannes Dobai, „Die Landschaft aus der Sicht von Gustav Klimt. Ein Essay“, in: Mitteilungen der Österreichischen Galerie Wien, 22./23. Jg., Nr. 66/67, 1978/79: Klimt-Studien, S. 245
    • Marco Abate / Domenico Pertocoli (Hg.), Le arti a Vienna. Dalla secessione alla caduta dellʼImperio Asburgico (Ausst.-Kat. Biennale di Venezia, Palazzo Grassi, Venedig), Mailand / Venedig 1984, Abb. S. 174
    • Jane Kallir (Hg.), Otto Kallir-Nirenstein. Ein Wegbereiter österreichischer Kunst (Ausst.-Kat. Historisches Museum der Stadt Wien), Wien 1986, Taf. 3
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.-Kat. Palazzo Strozzi, Florenz), Florenz 1991, Kat.- 17, Abb. S. 99
    • Serge Sabarsky (Hg.), Gustav Klimt (Ausst.- Międzynarodowe Centrum Kultury w Krakowie, Pałac Sztuki), Krakau 1992, ohne Kat.-Nr., Abb.
    • Alfred Weidinger, Neues zu den Landschaften Gustav Klimts, Diplomarbeit der Universität Salzburg 1992, S. 28, 35–36
    • Gerbert Frodl, Gustav Klimt in der Österreichischen Galerie in Wien, Salzburg 1992, S. 70
    • Rémy Zaugg. Eine Ausstellung der Wiener Secession und der Österreichischen Galerie (Ausst.-Kat. Secession, Wien), Wien 1992, S. 5
    • Jane Kallir (Hg.), Klimt, Kokoschka, Schiele. Dall’art nouveau all’espressionismo (Ausst.-Kat. Complesso del Vittoriano, Rom), Mailand 2001, 7, Abb. S. 63
    • Jane Kallir (Hg.), Klimt – Schiele – Kokoschka: Lʼetà dʼoro di Vienna con i suoi maestri (Ausst.-Kat. Civico Museo Revoltella / Galleria dʼArte Moderna, Triest), Mailand 2002, Kat.-Nr. 7, Abb. S. 63
    • Stephan Koja (Hg.), Gustav Klimt. Landschaften (Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, Wien), München et al. 2002, S. 225, Taf. 6 auf S. 59
    • Sergio Gaddi (Hg.), Lʼabbraccio di Vienna. Klimt, Schiele e i capolavori del Belvedere (Ausst.-Kat. Villa Olmo, Como), Mailand / Wien 2008, Kat.-Nr. 40, S. 128–129
    • Jane Kallir (Hg.), Gustav Klimt. Auf der Suche nach dem Gesamtkunstwerk (Ausst.-Kat. Hangaram Art Museum, Seoul Arts Center, Seoul), München et al. 2009, Nr. 15, Abb. S. 75
    • Agnes Husslein-Arco / Alfred Weidinger (Hg.), Gustav Klimt. 150 Jahre (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2012, S. 62–65, Kat.-Nr. 13 (Alfred Weidinger)
    • Balthazar Pagani (Hg.), Klimt. Alle origini di un mito (Ausst.-Kat. Palazzo Reale, Mailand), Mailand 2014, Kat.-Nr. 90, Abb. S. 165
    • Monika Faber / Agnes Husslein-Arco (Hg.), Inspiration Fotografie. Von Makart bis Klimt (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Wien 2016, S. 242f.
    • Stella Rollig / Irena Kraševac / Petra Vugrinec (Hg.), Herausforderung Moderne, Wien und Zagreb um 1900 (Ausst. -Kat. Belvedere, Wien), Wien 2017, S. 232, Abb. S. 76
    • The Asahi Shimbun (Hg.), Gustav Klimt. Vienna – Japan 1900 (Ausst.-Kat. Tokyo Metropolitan Art Museum; Toyota Municipal Museum of Art), Tokyo 2019, Kat.-Nr. 86, Abb. S. 181
    • Maria Vittoria Marini Clarelli, „Klimt alla Biennale di Venezia“, in: dies. / Franz Smola / Sandra Tretter (Hg.), La Secessione e l’Italia (Ausst.-Kat. Museo di Roma, Palazzo Braschi, Rom), Mailand 2021, Kat.-Nr. XII.8, Abb. S. 314
    • Gabriella Belli / Elena Pontiggia (Hg.), Lʼuomo, lʼartista, il suo mondo (Ausst.-Kat. Galleria dʼArte Moderna Ricci Oddi / XNL, Piacenza), Mailand 2022, Kat.-Nr. III.6, S. 161
    • Markus Fellinger, „Gustav Klimts Rezeption der internationalen Moderne“, in: Stella Rollig / Markus Fellinger / Emilie Gordenker / Edwin Becker (Hg.), Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Belvedere, Wien), München et al. 2022, S. 84
    • Ralph Gleis / Storch Ursula (Hg.), Secessionen. Klimt – Stuck – Liebermann (Ausst.-Kat. Alte Nationalgalerie Berlin; Wien Museum), München et al. 2023, S. 102
    • Stella Rollig / Franz Smola (Hg.), Gustav Klimt – Pigment & Pixel (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien), Köln 2025, S. 1618 (Stefanie Jahn)
    Restoration
    Stefanie Jahns ORCID logo

    Das Werk Nach dem Regen zeigt detailgetreu die Wiese, die nach hinten gestaffelten Obstbäume, die Blumen und Hühner, wie dahingestreut, in flach gehaltener Raumperspektive. Es war Klimt ein Anliegen, seine Landschaftsmotive genau vorzuplanen. Dies zeigt sich in der detailreichen Unterzeichnung der Komposition, die mittels Infrarotreflektografie sichtbar gemacht wird. Nachdem alle Hühner und Blumen zeichnerisch platziert waren, begann die malerische Ausführung mit Ölharzfarben. Hierfür verwendete Klimt einen Flachpinsel. Die bunten Farbstriche verlaufen in kurzer Länge, kreuz und quer, teilweise sind sie nur auf die Leinwand gestupft (Abb. 1) In der Röntgenaufnahme erkennt man Hühner am unteren sowie am rechten Bildrand, jeweils in der Mitte, die in der heutigen Ansicht des Gemäldes nicht mehr zu sehen sind. Offenbar übermalte Klimt sie im laufenden Malprozess (Abb. 2) (Abb. 3) (Abb. 4). Die präzise Anlage und Unterzeichnung der Darstellung erscheint im Widerspruch zu der bewegten, malerischen Ausführung zu stehen. Doch gerade dieses Zusammenwirken kennzeichnet die charakteristische Kunst der Landschaftsmalerei von Gustav Klimt.